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Untersuchungen des Einflusses eines Lehrfilm-basierten Präparationsskriptes auf Effizienz und praktische Fähigkeiten von Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden
Finanzierung:
Bund;
Der Präparierkurs für Human- und Zahnmedizin-Studierende ist eine große Herausforderung, denn zusätzlich zu dem geforderten theoretischen Wissen und der Auseinandersetzung mit Themen wie Krankheit, Sterben und Tod, müssen Studierende an die einzelnen handwerklichen Schritte der Präparation eines menschlichen Körpers herangeführt werden. Es ist wichtig das Übermitteln der praktischen Fertigkeiten so anschaulich wie möglich zu gestalten. Bis zum Wintersemester 2017/2018 haben die Studierenden mit einem textbasiertes Skript gearbeitet. Im Rahmen eines Kooperationspro-jektes mit dem Anatomischen Institut der Columbia University New York haben wir die Möglichkeit erhalten, das New Yorker Skript, eine bildbasierte (englischsprachige) pdf-Datei zu nutzen. Die Studierenden konnten hierzu mit kleinen Tablet-PCs arbeiten. Das Skript ist zwar eine sehr gute Hilfe um die zu präparierenden Strukturen aufzufinden und darzustellen, allerdings fehlt auch hier die dritte Dimension und die bewegten Bilder . Ein kleineres, aber trotzdem nicht zu vernachlässigendes Problem ist der englischsprachige Text.
In Deutschland gibt es bis dato kein Anatomisches Institut, das den Studierenden Präparierfilme zur Vorbereitung der Präparation anbietet. Wir haben deshalb vor dem letzten Präparierkurs die Präparationsschritte der ersten beiden (von insgesamt 24) Kurstage gemeinsam mit Mitarbeitern des LLZ gefilmt und kommentiert. Bei den Studierenden sind diese Filme außerordentlich gut angekommen. Die Mitarbeiter/innen haben ebenso ein positives Feedback gegeben, denn die Studierenden sind besser vorbereitet zu den ersten beiden Kurstagen gekommen als dies in den vorangegangenen Jahren der Fall war.
In dem Projekt soll untersucht werden inwiefern Film-basiertes Lehrmaterial die Studierenden besser vorbereitet und effizienter ist als ein klassisches Text-basiertes Präparationsskript. Hauptziel ist es, das mühsame Erklären der einzelnen Präparationsschritte an jedem der 22 Tische (à 6-7 Studierenden) auf ein Minimum reduzieren zu können. Man könnte die gewonnene Zeit für das Erklären komplexer, funktioneller Zusammenhänge nutzen. Zweites Ziel ist es, eine multimediale Lehr-Lernsituation zu kreieren, die den Studierenden verschiedene Optionen des Lernens ermöglicht, vom textbasierten Skript, über Präparationsbilder bis hin zum kommentierten Präparationsfilm.
Wir erhoffen uns mit der professionellen Erstellung und Zurverfügungstellung von zusätzlich 15 Lehr-videos in den avisierten 2 Jahren Förderungsdauer die praktischen Fähigkeiten der Studierenden vor dem jeweiligen Kurs signifikant zu verbessern und damit Zeit für das eigentliche Lernen an der Leiche zu gewinnen. Wir sind ebenso interessiert zu erfahren, ob das Ausmaß der privaten Nutzung und des Konsums von Video-Clips einen Einfluss auf das Lernen mittels Video-Clips hat.
Für den Präparierkurs 2018/2019 sollen zusätzlich zu den 2 bereits bestehenden Filmen 3 weitere Filme hergestellt werden. Es sollen dann insgesamt 50 Studierende randomisiert in zwei Gruppen aufge-teilt werden und entweder Zugang zu den Präparationsfilmen bekommen (Gruppe E) oder wie alle anderen Studierenden lediglich die Möglichkeit bekommen sich mit dem Präparationsskript vorzube-reiten (Gruppe C). Aufgrund der Tatsache, dass es in diesem Kurs erst 5 Filme geben wird, dienen die Studierenden der Gruppe E auch als Kontrollgruppe, denn sie werden für 5 Kurstage die Möglichkeit haben sich mit Filmen vorzubereiten und an den anderen Kurstagen werden sie ebenso wie die Studierenden der Gruppe C nur auf das Skript zugreifen können. Evaluationskriterien werden u.a. sein: Download-Zahlen der Filme, Evaluation durch Studierende und Lehrende und Ergebnisse in den mündlichen Prüfungen. Nach dem Präparierkurs 2018/2019 werden 12 weitere Filme erstellt. Das Procedere der Gruppenbildung wird wiederholt und ebenso werden die gleichen Evaluationskriterien angewandt. Am Ende dieses Kurses werden die Daten analysiert und publiziert.

Schlagworte

Film-basiertes Lehrmaterial
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