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Analyse der Auswirkung von unterschiedlichen Managementmaßnahmen auf FFH-Offenlandlebensraumtypen und Arten der Anhangslisten der FFH- und Vogelschutzrichtlinie im Natura 2000-Gebiet Colbitz-Letzlinger Heide
Projektbearbeiter:
Matthias Henning, MSc Kristina Krenz
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Analyse der Auswirkung von unterschiedlichen Managementmaßnahmen auf FFH-Offenlandlebensraumtypen und Arten der Anhangslisten der FFH- und Vogelschutzrichtlinie im Natura 2000-Gebiet Colbitz-Letzlinger Heide
Kontrollierter Brand als Managementmaßnahme
Bei dem FFH-Gebiet "Colbitz-Letzlinger Heide", welches große Überschneidungen zum SPA "Colbitz-Letzlinger Heide" aufweist, handelt es sich überwiegend um den aktiv genutzten Truppenübungsplatz (TrÜbPl) Altmark. Aufgrund der Großflächigkeit (ca. 20.000 ha) und der vorhandenen FFH-Offenlandlebensraumtypen 4030 „Trockene Europäische Heiden“ (4.500 ha), LRT 2330 „Sandheiden mit Besenheide und Ginster auf Binnendünen (150 ha) sowie LRT 2310 „Binnendünen mit offenen Grasflächen mit Corynephorus und Agrostis“ (20 ha), besitzt das Gebiet eine überregionale und nationale Bedeutung. Um den derzeit praktizierten militärischen Übungsbetrieb auf dem TrÜbPl Altmark auch unter der Maßgabe der Kostenminimierung sicherzustellen, erfolgt die Offenhaltung des Platzes derzeit nur relativ kleinflächig im zentral gelegenen Bereich mittels Mulchung und gezielter Entfernung von Gehölzen. Um die Auswirkungen der Managementvarianten, Feuer, mechanische Störung, Mahd mit Abtransport und Mulchmahd auf den Erhaltungszustand der FFH-Lebensraumtypen im direkten Vergleich zu analysieren, wurden im Bereich des Truppenübungsplatzes Altmark, als Teilgebiet des FFH-/ SPA-Gebietes "Colbitz-Letzlinger Heide" im Jahre 2011 Blockanlagen eingerichtet. Diese wurden in repräsentative Vegetationsstrukturtypen der Colbitz-Letzlinger Heide (Trockene Europäische Heiden im optimalen Zustand, Heiden mit Vergrasungstendenzen, Heiden mit Betula pendula Aufwuchs, Heiden mit Prunus serotina Aufwuchs, Siebflächen und Binnendünen) gelegt und in den Vegetationsperioden 2011 bis 2013 (vor und nach Maßnahmeumsetzung) systematisch einer vegetationskundlichen (u.a. Vegetationsaufnahmen, Vitalität und Altersstruktur der Besenheide-Bestände, Vorkommen von FFH-lebensraumtypischen bzw. charakteristischen Arten sowie von Störzeigern, vegetative Entwicklung der Gehölze), faunistischen (Avifauna, Heuschrecken) und bodenphysikalischen Analyse (Entwicklung der Nährstoffvorräte differenziert nach Boden, Streu und Biomasse, Entstehung von Rohbodenstandorten). Flankierend wurden 12 Lysimetertöpfe der wägbaren Lysimeterstation Colbitz, betrieben von Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, mit Calluna vulgaris (9 Lysimeter) und Calamagrostis epigejos (3 Lysimeter) neubepflanzt und zeitgleich mit der Durchführung auf dem TrÜbPl den Maßnahmen Brennen, Mahd mit Abtransport und Mulchmahd unterworfen um maßnahmenabhängige Veränderungen der Nährstoffkonzentration im Sickerwasser festzustellen. Anhand von Luftbildern aus den Jahren 2001, 2007 und 2012 wurde zudem eine halbautomatische Klassifikation durchgeführt, um eine Einschätzung der Entwicklung, speziell des LRT 4030 „Trockene Europäische Heiden“ auf dem TrÜbPl vornehmen zu können.

Schlagworte

Abschieben, Binnendünen, CL-Heide, Feuer, Luftbildinterpretation, Lysimeter, Mulchmahd, Nährstoffbilanzierung, Sandheiden, Trockene Europäische Heiden

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