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Prävalenz und Determinanten der chronischen Nierenerkrankung in Deutschland: eine Auswertung des aktuellen Bundesgesundheitssurveys 2008-2011 (Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS))
Finanzierung:
Stiftungen - Sonstige;
Eine exakte Schätzung der bevölkerungsweiten Prävalenz der chronischen Nierenerkrankung in Deutschland ist bisher nicht möglich. Aus US-amerikanischen Erhebungen geht hervor, dass die Nierenerkrankung in den Stadien 2-5 (GFR < 60ml/min) häufig ist und zu einer sehr erheblichen Übersterblichkeit führt. Zu den populationsbezogen häufigsten Ursachen einer chronischen Nierenerkrankung gehören Diabetes mellitus und Bluthochdruck, also Volkskrankheiten mit hoher Prävalenz. Kenntnisse über die Häufigkeit der Nierenerkrankung in Deutschland sind Voraussetzung für die Planung von Präventionsprogrammen sowie für die Kalkulation des künftigen Bedarfs an Nierenersatztherapien. Große epidemiologische Erhebungen wie SHIP oder MONICA haben keine systematischen Auswertungen zur chronischen Nierenerkrankung vorgelegt. Da diese Studien regional begrenzt erhoben haben, könnten sie ohnehin nur limitierte Aussagen treffen. Wesentliche regionale Unterschiede in Deutschland sind zumindest für den Bedarf an Nierenersatztherapie bekannt, entsprechende Unterschiede sind auch für die chronische Nierenerkrankung wahrscheinlich.Die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS) wurde im Zeitraum 11/2008 bis 12/2011 an 7.116 Männern und Frauen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren an 180 Sampling-Punkten in Deutschland durchgeführt. Sie erlaubt einen repräsentativen Überblick über die gesamte bundesdeutsche Wohnbevölkerung in diesem Altersbereich. Eine Auswertung dieser Studie hinsichtlich exkretorischer Nierenfunktion sowie Albuminurie wird eine erstmalige bevölkerungsweite Schätzung der chronischen Nierenerkrankung in Deutschland erlauben. Da umfangreiche Daten zur allgemeinen Morbidität dieser Stichprobe vorhanden sind, wird es möglich, die Bedeutung von wahrscheinlichen Determinanten der chronischen Nierenerkrankung quantitativ zu bewerten.

Schlagworte

Epidemiologie, Prävalenzschätzung, chronische Niereninsuffizienz

Kooperationen im Projekt

Kontakt
Prof. Dr. Matthias Girndt

Prof. Dr. Matthias Girndt

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Medizinische Fakultät

Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II

Ernst-Grube-Str. 40

06120

Halle (Saale)

Tel.+49 345 5572717

Fax:+49 345 5572236

matthias.girndt(at)medizin.uni-halle.de

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