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Literarische Russlandbilder: Konstruktion von Selbst- und Fremdbildern in der russischen und russlandbezogenen Literatur der Transformationszeit
Projektbearbeiter:
Yvonne Drosihn
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Die zentrale Fragestellung dieses Vorhabens lautet: Wie wird mit Bildern vom Russischen/vom Anderen - in der neuesten russischen Literatur sowie in der Literatur über Russland gespielt? Wie wirken dabei althergebrachte Vorstellungen und Klischees etwa aus der Literatur des 18. und des 19.Jahrhunderts in der neuesten russischen Literatur / Literatur über Russland fort? Russland als "der Osten", der im westlichen Bewusstsein nur allzu häufig als Kontrastmittel bzw. in der Rolle des "constituting other" fungiert, kann auf eine lange Tradition spezifischer Zuschreibungen in Form von Images zurückblicken. Es ist nun ein besonderes Spiel mit Intertexten, das in der russischen postmodernen Literatur vorzufinden ist. Und entsprechend ist auch die Wiederverwertung von althergebrachten, lange Zeit durch die russische Literatur transportierten Klischees, Auto- und Heterostereotypen hier besonders stark. Dabei findet eine Dekonstruktion der traditionellen Bilder der russischen Gesellschaft durch die Postmoderne statt - interessanterweise hat die postmoderne Bewegung jedoch ihre eigenen festen Bilder von Russland produziert. Zunächst werden in diesem Vorhaben Traditionslinien von Selbst- und Fremdbildern aufgezeigt und im Anschluss daran untersucht, inwiefern sich diese bzw. der Umgang mit ihnen in der Literatur der Transformationszeit verändert haben. Konkret soll eine Analyse anhand der Romane "The Russian Debutant"s Handbook" von Gary Shteyngart und "Altyn-Tolobas" von Boris Akunin erfolgen.

Schlagworte

Auto- und Heterostereotypen, Russische Postmoderne, literarische Russlandbilder
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