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Folgeschäden nach prolongierter Intensivbehandlung: Entwicklung und Pilotierung einer Intensiv Nachsorge Ambulanz (PINA)
Projektbearbeiter:
MPH Karl Philipp Drewitz
Finanzierung:
Stiftungen - Sonstige;
Eine ausgedehnte intensivmedizinische Behandlung von mehr als 5 Tagen führt häufig zu chronischen körperlichen und psychischen Beschwerden, wie beispielsweise Muskelschwäche, Schluckbeschwerden, Depression und posttraumatische Belastungsstörungen.
Diese Beeinträchtigungen werden unter dem Begriff "Post Intensive Care Syndrom"
(PICS) zusammengefasst und gehen mit einer verminderten Lebensqualität und einer erhöhten Inanspruchnahme medizinischer Leistungen einher.
Nach Verlegung von der Intensivstation und Entlassung aus dem Krankenhaus wird in der weiteren medizinischen Versorgung das PIC-Syndrom nicht ausreichend berücksichtigt. Auch im Bereich der Forschung wurde dieses Thema bisher nicht entsprechend adressiert.

Das Projekt PINA (Entwicklung und Pilotierung einer
Intensiv-Nachsorgeambulanz) wird vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert (01VSF16056) und ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg und dem Universitätsklinikum Regensburg. Die Universität Magdeburg hat die Konsortialführung inne. Im Rahmen des Projekts soll eine Intensiv-Nachsorgeambulanz am Universitätsklinikum Regensburg
(Konsortialpartner) entwickelt, pilotiert und evaluiert werden. In der ersten Phase der Konzeptentwicklung wurden bereits die Perspektiven von Patienten, Angehörigen und Versorgern anhand von Interviews und Fokusgruppen exploriert.
Die Ergebnisse der qualitativen Forschung wurden zusammen mit den Ergebnissen einer Analyse von Daten einer gesetzlichen Krankenversicherung für die Konzeptentwicklung der Intensiv-Nachsorgeambulanz verwendet.
In der zweiten Phase des PINA-Projekts wird nun dieses erarbeitete Konzept anhand einer pragmatischen randomisierten kontrollierten Pilot-Studie
(Pilot-RCT) auf seine Machbarkeit und Durchführbarkeit geprüft.

Im Erfolgsfall kann in einer größeren Studie in mehreren Krankenhäusern geprüft werden, wie wirksam die Intensiv-Nachsorge-Ambulanz im funktioniert.
Sie hat das Potenzial, die Abläufe in der Versorgung von PIC-Patienten zu verbessern und so die körperlichen und psychischen Einschränkungen besser zu bewältigen.
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