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Preisverleihung an Magdeburger Forscher für Deutsch-Chinesische Kooperation in der Augenheilkunde und Neurologie
Preisverleihung an Magdeburger Forscher für Deutsch-Chinesische Kooperation in der Augenheilkunde und Neurologie

Prof. Dr. Bernhard Sabel erhält den Haiju-Talent -Award vom Hauptstadtbüro des chinesischen Nationalkongresses. Dieser Preis unterstützt seine Forschungskooperation mit Chinas größter Augenklinik, dem Beijing Tongren Hospital. Die Kooperation mit der Abteilung Neurologie (Direktorin Prof. Xiao-jun Zhang) dient der weiteren Erforschung neuer Behandlungsmöglichkeiten von Sehstörungen und Erblindungen bei Patienten, die ihr Augenlicht durch Hirnschädigungen nach Schlagfanfall oder Schädigung der Netzhaut, wie sie nach Glaukom (grüner Star) oder Sehnervenschädigungen auftreten, verloren haben.

Der Haiju-Talent -Award wird alljährlich von der Hauptstadt Peking mit dem Ziel verliehen, den wissenschaftlichen und industriellen Fortschritt durch die Förderung von Kooperationen ausgewiesener Experten aus Übersee mit Einrichtungen der Stadt in ausgewählten Innovationsthemen zu unterstützen. Die Experten sollen dabei helfen, ihre Erfahrung in Forschung und Entwicklung einzubringen, um so China in dem Bemühen der Transformation zu einer führenden Wissenschafts- und Technologienation zu unterstützen. Die ausländischen Experten sollen dabei helfen vielversprechende Innovationen in China durch ihre Expertise voran zu bringen, indem sie mit etablierten Einrichtungen aus Forschung und Entwicklung eng zusammenarbeiten.
Die Kooperation von Prof. Sabel und seiner Arbeitsgruppe mit der Arbeitsgruppe von Prof. Zhang am Beijing Tongren Hospital hat zum Ziel, neue Verfahren der Behandlung von Sehbehinderungen, die in Magdeburg entwickelt und erprobt wurden, auch in China zu erforschen und weiter zu entwickeln. Unterstützt wird die deutsch-chinesische Zusammenarbeit zudem mit einem gerade gegründeten Deutsch-Chinesischen Graduiertenkolleg an der Otto-v.-Guericke Universität, das sich mit dem Thema Wiederherstellung der Sehleistung nach Erblindung befasst, der Vision Restoration Graduate School (VIREGS) . Besonders hoch qualifizierte Doktoranden werden einerseits von der chinesischen Regierung über das Chinese Scholarship Council (CSC) gefördert, zum anderen über ein laufendes EU-Projekt mit Italien, Polen und Finnland mit dem Thema REVIS: Restoration of Vision after Stroke (Sprecher: Prof. Sabel). (siehe YouTube http://www.youtube.com/watch?v=g8p3mWsLvAI). Sehbehinderungen gehören zu den Erkrankungen, die gerade ältere Menschen besonders fürchten und die eine erhebliche Beeinträchtigung der Mobilität und Teilhabe bedeuten , merkt Professor Sabel an. Wir haben hier eine sehr gute Chance, über internationale Kooperationen die Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet noch besser als bisher voran zu treiben. So können wir teilerblindete Menschen nicht nur in Deutschland sondern auch weltweit neue Behandlungsformen anbieten und die Forschung gemeinsam voran bringen. Sehbehinderungen durch Schädigung des Nervensystems betreffen immerhin über 280 Mio. Menschen weltweit .