Erneute Auszeichnung für Magdeburger Versorgungsforschung
von
Sandra Michme
Forschungspreis für deutschlandweite Studie der Universitätsmedizin Magdeburg zur Verbesserung der Langzeitversorgung nach einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter
Welche gesundheitlichen Folgen bleiben nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter und wie gut werden Betroffene langfristig versorgt? Antworten darauf liefert die deutschlandweite VersKiK-Studie unter der Leitung der Universitätsmedizin Magdeburg. Für die Nutzung umfangreicher Daten aus der realen Gesundheitsversorgung wurde das Forschungsteam jetzt mit dem Preis für Forschung mit versorgungsnahen Daten in der Onkologie der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e. V. – Netzwerk für Versorgung, Qualität und Forschung in der Onkologie ausgezeichnet. Der Preis wurde am 23. September 2026 auf dem Kongress für Versorgungsforschung in Köln verliehen.
Die Studie untersuchte zwischen 2020 und 2024, wie Menschen nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter langfristig versorgt werden und wo Versorgungslücken bestehen. Dafür hatte das Forschungsteam Daten aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens zusammengeführt. Ausgewertet wurden unter anderem Daten von rund 27.000 Krebsüberlebenden aus dem Deutschen Kinderkrebsregister sowie von 13 großen Krankenkassen. Ergänzt wurden diese durch eine Therapiedatenbank und qualitative Interviews. Insgesamt flossen Informationen von mehr als 100.000 Personen in die Analysen ein.
„Versorgungsnahe Daten ermöglichen uns einen besonders umfassenden Blick auf die gesundheitliche Situation von Krebsüberlebenden. Wir können damit sichtbar machen, welche Spätfolgen auftreten und wo Betroffene langfristig Unterstützung benötigen“, sagt Prof. Dr. Dr. Christian Apfelbacher, Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Mehr als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die an Krebs erkranken, können heute geheilt werden. Gleichzeitig entwickeln etwa zwei Drittel im Laufe ihres Lebens krankheits- oder therapiebedingte Spätfolgen. Die VersKiK-Studie zeigte unter anderem ein erhöhtes Risiko für Herz- und Hörprobleme. Inzwischen werden auch psychiatrische und Stoffwechselerkrankungen untersucht, für die ebenfalls eine erhöhte Krankheitslast bei Überlebenden festgestellt wurde.
„Unser Ziel ist, aus den Daten konkrete Ansatzpunkte für eine bessere Nachsorge abzuleiten“, erklärt Prof. Dr. Enno Swart, Studienleiter am ISMG. „Besonderer Handlungsbedarf besteht unter anderem beim Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin“, betont Dr. Ekaterina Aleshchenko, wissenschaftliche Projektkoordinatorin der Studie, als Resumé aus zahlreichen Gesprächen mit Überlebenden und deren Angehörigen.
Die VersKiK-Studie („Versorgung, Versorgungsbedarf und Versorgungsbedürfnisse von Personen nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter“) wurde bereits 2025 mit dem Versorgungsforschungspreis Kinder und Jugendliche des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ausgezeichnet.
Projektpartner:
Deutsches Kinderkrebsregister (DKKR), Abteilung „Epidemiologie von Krebs im Kindesalter“ am Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universitätsmedizin Mainz; Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck; Abteilung für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Universitätsklinikum Bonn; PMV Forschungsgruppe, Uniklinikum Köln; Techniker Krankenkasse (TK); BARMER; DAK Gesundheit; Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Berlin; OFFIS e.V., Oldenburg.
Das Projekt VersKiK – Versorgung, Versorgungsbedarf und Versorgungsbedürfnisse von Personen nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter wurde vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (Laufzeit 2020-2024) gefördert.
Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Studienleitung:
apl. Prof. Dr. Enno Swart, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Telefon: +49 391 6724306, E-Mail: enno.swart@med.ovgu.de
Prof. Dr. Dr. Christian Apfelbacher, Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, E-Mail: christian.apfelbacher@med.ovgu.de
Welche gesundheitlichen Folgen bleiben nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter und wie gut werden Betroffene langfristig versorgt? Antworten darauf liefert die deutschlandweite VersKiK-Studie unter der Leitung der Universitätsmedizin Magdeburg. Für die Nutzung umfangreicher Daten aus der realen Gesundheitsversorgung wurde das Forschungsteam jetzt mit dem Preis für Forschung mit versorgungsnahen Daten in der Onkologie der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e. V. – Netzwerk für Versorgung, Qualität und Forschung in der Onkologie ausgezeichnet. Der Preis wurde am 23. September 2026 auf dem Kongress für Versorgungsforschung in Köln verliehen.
Die Studie untersuchte zwischen 2020 und 2024, wie Menschen nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter langfristig versorgt werden und wo Versorgungslücken bestehen. Dafür hatte das Forschungsteam Daten aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens zusammengeführt. Ausgewertet wurden unter anderem Daten von rund 27.000 Krebsüberlebenden aus dem Deutschen Kinderkrebsregister sowie von 13 großen Krankenkassen. Ergänzt wurden diese durch eine Therapiedatenbank und qualitative Interviews. Insgesamt flossen Informationen von mehr als 100.000 Personen in die Analysen ein.
„Versorgungsnahe Daten ermöglichen uns einen besonders umfassenden Blick auf die gesundheitliche Situation von Krebsüberlebenden. Wir können damit sichtbar machen, welche Spätfolgen auftreten und wo Betroffene langfristig Unterstützung benötigen“, sagt Prof. Dr. Dr. Christian Apfelbacher, Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Mehr als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die an Krebs erkranken, können heute geheilt werden. Gleichzeitig entwickeln etwa zwei Drittel im Laufe ihres Lebens krankheits- oder therapiebedingte Spätfolgen. Die VersKiK-Studie zeigte unter anderem ein erhöhtes Risiko für Herz- und Hörprobleme. Inzwischen werden auch psychiatrische und Stoffwechselerkrankungen untersucht, für die ebenfalls eine erhöhte Krankheitslast bei Überlebenden festgestellt wurde.
„Unser Ziel ist, aus den Daten konkrete Ansatzpunkte für eine bessere Nachsorge abzuleiten“, erklärt Prof. Dr. Enno Swart, Studienleiter am ISMG. „Besonderer Handlungsbedarf besteht unter anderem beim Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin“, betont Dr. Ekaterina Aleshchenko, wissenschaftliche Projektkoordinatorin der Studie, als Resumé aus zahlreichen Gesprächen mit Überlebenden und deren Angehörigen.
Die VersKiK-Studie („Versorgung, Versorgungsbedarf und Versorgungsbedürfnisse von Personen nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter“) wurde bereits 2025 mit dem Versorgungsforschungspreis Kinder und Jugendliche des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ausgezeichnet.
Projektpartner:
Deutsches Kinderkrebsregister (DKKR), Abteilung „Epidemiologie von Krebs im Kindesalter“ am Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universitätsmedizin Mainz; Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck; Abteilung für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Universitätsklinikum Bonn; PMV Forschungsgruppe, Uniklinikum Köln; Techniker Krankenkasse (TK); BARMER; DAK Gesundheit; Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Berlin; OFFIS e.V., Oldenburg.
Das Projekt VersKiK – Versorgung, Versorgungsbedarf und Versorgungsbedürfnisse von Personen nach einer Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter wurde vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (Laufzeit 2020-2024) gefördert.
Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Studienleitung:
apl. Prof. Dr. Enno Swart, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Telefon: +49 391 6724306, E-Mail: enno.swart@med.ovgu.de
Prof. Dr. Dr. Christian Apfelbacher, Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, E-Mail: christian.apfelbacher@med.ovgu.de
