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Wie erleben klinisch tätige KardiologInnen in Sachsen-Anhalt die Versorgung von PatientInnen mit Herzinsuffizienz an den Versorgungsschnittstellen zur Hausarztpraxis?
Projektbearbeiter:
Florian Wanwitz
Finanzierung:
Haushalt;
Die Herzinsuffizienz ist der gemeinsame Endpunkt einer Vielzahl kardiologischer Erkrankungen. Sie stellt aufgrund der schon langjährigen Zunahme ihrer Prävalenz im Zuge der demographischen Alterung ein relevantes Versorgungsproblem sowie einen Kostenfaktor im Gesundheitswesen dar.
Aufgrund dieser Entwicklung wird die sektorenübergreifende Versorgung in absehbarer Zeit an Bedeutung gewinnen um PatientInnen mit Herzinsuffizienz mit den begrenzten Ressourcen des Gesundheitssystems ausreichend zu versorgen.
Bisher vorliegende qualitative Studien zur sektorenübergreifenden Versorgung in Deutschland beschreiben strukturelle Probleme und Mängel an den Schnittstellen zwischen ambulanter hausärztlicher und stationärer Versorgung aus Perspektive der beteiligten ÄrztInnen.
Dabei verbessert eine kontinuierliche, intersektoral abgestimmte Versorgung die Lebensqualität der PatientInnen, vermeidet (Re-)Hospitalisationen und hat darüber hinaus Potential Kosten einzusparen.
Krankenhäuser sind wichtige Schaltstellen bei der Versorgung von Herzinsuffizienz, in denen insbesondere ressourcenintensive Diagnostik und Therapien durchgeführt und Notfälle versorgt werden. Trotz der Bedeutung des stationären Sektors bei der Versorgung der Herzinsuffizienz wurde die Perspektive der klinisch tätigen ÄrztInnen erst in wenigen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht. Dabei könnte gerade die Kenntnis dieser Sichtweise auf die Versorgung mögliche Probleme der sektorenübergreifenden Versorgung bei Herzinsuffizienzpatienten aufdecken.
Wie Versorgungsprozesse aus dem stationären Sektor in dem ambulant hausärztlichen Versorgungssektor und umgekehrt in der Praxis ablaufen, welche förderlichen und hinderlichen Bedingungen bestehen, welche praktischen Lösungsstrategien bei den Schnittstellenaufgaben ggf. entwickelt werden, soll in diesem Promotionsprojekt aus den konkreten ärztlichen Erfahrungswelten rekonstruiert werden.
Dafür werden leitfaden-gestützte Experteninterviews mit in Sachsen-Anhalt im Krankenhaus tätigen KardiologInnen geführt, um deren Sichtweise auf die intersektoralen Prozesse zu untersuchen. Die erzeugten Daten werden anschließend einer Inhaltsanalyse in Anlehnung an Meuser& Nagel ausgewertet. Erkenntnisse aus dieser qualitativen Studie sollen dazu beitragen, die Prozesse und Probleme an der intersektoralen Schnittstelle besser zu verstehen und so neue Impulse zur Verbesserung der Versorgung von Herzinsuffizienz-Patienten zu erhalten.
Das Projekt wurde von der Ethikkommission der Universität Magdeburg positiv begutachtet (Az 203/18).
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