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Verhaltenspharmakologie und Zellbiologie eines Tiermodells der Schizophrenie nach postnataler Ibotensäureläsion des Hippocampus
Finanzierung:
Bund;
Tiermodelle mit hoher klinischer Relevanz sind notwendige Hilfsmittel bei der Erforschung der pathophysiologischen Grundlagen von Erkrankungen.In den letzten Jahren fand international ein neuroontogenetisches Schizophreniemodell starke Beachtung, das auf der postnatalen Ibotensäureläsion des ventralen Hippocampus beruht. Als Folge der Läsion entwickeln sich eine Reihe von spezifischen Störungen, die erst bei erwachsenen Tieren nachweisbar sind und bestimmte Aspekte schizophrenerPsychosen repräsentieren. Wir haben dieses Modell an unserem Institut etabliert und erste schizophrenie-relevante Veränderungen nachweisen können. Mit verhaltenspharmakologischen, morphologisch-zellbiologischen und neurochemisch-molekularbiologischen Methoden soll das Ibotensäuremodell weiter charakterisiert und validiert werden. Insbesondere muß die Rolle des Entwicklungsaspektes durch Vergleich der postnatalen Läsion mit hippocampalen Läsionen bei erwachsenen Tieren verglichen werden. Verhaltenspharmakologisch werden die Modelle der latenten Hemmung, der Sozialen Interaktionen, der Testung des emotionalen Verhaltens und der kognitiven Leistungsfähigkeit zur Charakterisierung der Störungen verwendet. Morphologisch-zellbiologisch sollen die durch die Läsion induzierten Veränderungen in relevanten Hirnregionen und neuronalen Transmissionssystemen charakterisiert werden. Neurochemisch-molekularbiologisch werden Veränderungen der Rezeptoren, der Transmitterfreisetzung und der Genexpression von mRNA und Rezeptorproteinen untersucht.

Schlagworte

Hippocampus, Schizophrenie, Tiermodell, postnatal
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