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Transcorneale elektrische Stimulation (RTACS) zur Restitution/Protektion visueller Funktionen im Tiermodell: Analyse zellulärer Mechanismen
Projektbearbeiter:
Stefanie Lazik, Nadine Voigt
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Daten aus der Literatur haben Hinweise darauf gegeben, das repetitive transcorneale Wechselstromstimulation (RTACS) nach Durchtrennung des Nervus opticus neuroprotektiv wirken kann. Wir haben dieses Protokoll nach Sehnervquetschung (optic nerve crush; ONC) angewendet, da es hierbei möglich ist, nicht nur isoliert das Überleben der retinalen Ganglienzellen (RGCs) zu verbessern (wie bei der Durchtrennung des N. opticus) sondern auch eine Restitution der Funktion des Sehsystems zu erreichen. Dabei haben wir ein anderes Stimulationsprotokoll verwendet als bisher in der Literatur bei Tiermodellen beschrieben und zwar eine modulierte und über mehrere Tage wiederholte RTACS. Nach diesem Verfahren sind schon signifikante funktionelle Verbesserungen bei Patienten mit Schäden im Sehsystem von unserer klinischen Arbeitsgruppe erreicht wurden. Mit Hilfe von In Vivo Confocal Neuroimaging haben wir die Anzahl überlebender RGCs nach ONC über mehrere Wochen im lebenden Tier bestimmen und festgestellt, dass RTACS einen signifikant protektiven Effekt hat: Bei Tieren mit Elektrostimulation nach ONC überlebten ca. 28% der RGCs, bei Ratten mit Scheinbehandlung nach ONC waren nur noch ca. 8% der RGCs vorhanden. Interessanterweise war dieser Effekt zu einem späten Post-Läsionszeitpunkt signifikant  zu sehen (4 Wochen nach ONC) aber nach einer Woche noch nicht deutlich ausgeprägt Da wir davon ausgehen, dass Narkose einen Einfluss auf die Effektivität von RTACS hat, wurden weitere Versuche durchgeführt zur Minimierung dieses Einflusses.

Schlagworte

Restitution visueller Funktion, Tiermodell traumatischer Hirnschädigung, in vivo Konfokalmikroskopie, transcorneale elektrische Stimulation
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