« Projekte
Sie verwenden einen sehr veralteten Browser und können Funktionen dieser Seite nur sehr eingeschränkt nutzen. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser. http://www.browser-update.org/de/update.html
Systemgestütztes Empowerment und adaptive Steuerung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit entzündlich-rheumatischen Krankheiten zur Erhaltung ihrer Arbeits- und Erwerbsfähigkeit - RheVital
Projektbearbeiter:
Anja Thyrolf
Finanzierung:
EU - Sonstige ;
Circa 2% der Bevölkerung leiden an einer chronisch entzündlich-rheumatischen Krankheit mit erheblich eingeschränkter sozialer Teilhabe, häufiger Arbeits- und verfrühter Erwerbsunfähigkeit. Zugleich besteht bei der rheumatologischen Versorgung eine anhaltende strukturelle Unterversorgung.
Zur Verbesserung der Versorgung dieser Patientinnen und Patienten verfolgt RheVital drei Hauptziele:
1. Eine adaptive Steuerung der umfassenden medizinischen Versorgung (kybernetischer Ansatz) von Patientinnen und Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Betroffenen,
2. eine Entlastung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte bei der Dokumentation und dem Nachhalten therapierelevanter Kontrollen und Aktionen sowie
3. die nachhaltige Selbstbefähigung (Empowerment) der Erkrankten.
Die QINUM GmbH Köln, der Verein für Rheumatologie e. V. Aachen und das Institut für Rehabilitationsmedizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, entwickeln unter Einbeziehung der Erkrankten und der Deutschen Rheuma-Liga e.V. sowie der behandelnden Facharztgruppen (z.B. Betriebsmediziner) und Physiotherapieeinrichtungen ein generisch wissensbasiertes System zur adaptiven Versorgungssteuerung. Nach motivierender Schulung geben die Erkrankten die von ihnen erhebbaren subjektiven Verlaufsparameter ein, die zusammen mit den von den Ärztinnen und Ärzten eingegebenen Parametern in der elektronischen Fallakte (EFA 2.0) gespeichert werden. Ein intelligentes Monitoring überwacht diese Daten mit einem Frühwarnsystem und meldet Abweichungen. Ein wissensbasiertes Steuerungssystem leitet dann daraus adäquate Handlungsempfehlungen sowohl für die Erkrankten (Rheuma Guide) als auch für die Behandelnden (Rheuma Navigator) ab, deren Befolgung systemgesteuert ebenfalls überprüft wird. Wirksame Qualifizierungs- und Motivationsinstrumente zum Empowerment der Betroffenen (z.B. eLearning) und Qualifizierungsbausteine für die verschiedenen Fachgruppen stehen im System ebenfalls zur Verfügung. Frauen sind besonders häufig und besonders schwer von entzündlich rheumatischen Erkrankungen betroffen. Deshalb erfährt bei der Entwicklung des Systems der Aspekt der Gendergerechtigkeit eine intensive Berücksichtigung.
Das entwickelte System wird einer nachhaltigen Evaluation unterzogen, besonders um die Effekte auf die genderspezifische Versorgung und die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zu überprüfen.

Kooperationen im Projekt

Kontakt

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...