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Strategien zur ökologischen Optimierung des Grünlandmanagements für die Lebensraumtypen gemeinschaftlichen Interesses 6440, 6510 und 6520 in Sachsen-Anhalt (2. Folgeprojekt)
Projektbearbeiter:
Sandra Dullau, Henriette John, Gerd Jünger, Anika Scholz
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Strategien zur ökologischen Optimierung des Grünlandmanagements für die Lebensraumtypen gemeinschaftlichen Interesses 6440, 6510 und 6520 in Sachsen-Anhalt (2. Folgeprojekt)
Sanguisorbo officinalis - Silaetum silai auf der Versuchsfläche Fischerhüttenwiesen bei Dessau
Gegenstand des Vorhabens sind die FFH-Lebensraumtypen 6210, 6440, 6510 und 6520 im Land Sachsen-Anhalt. Es sollen zwei im Jahr 2010 angelegte Bewirtschaftungsversuche weitergeführt werden, um die Auswirkungen unterschiedlicher Maßnahmen (-kombinationen) der Mahd, Düngung und Walzen auf das Artenspektrum, Vegetationsstrukturen, Bodennährstoffhaushalt und Aufwuchsverwertbarkeit der LRT 6440 und 6510 zu erproben und zu überprüfen. Zudem soll der Erfolg einer Renaturierung mittels Einsaat von Zielarten unter verschiedenen Bewirtschaftungseinflüssen beobachtet und bewertet werden. Für die Kalk-Trockenrasen (LRT 6210) und Flachland-Mähwiesen (LRT 6510) des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz soll eine vegetations-, boden- und futterkundliche Analyse durchgeführt werden. Außerdem soll der im Vorgängerprojekt  erstellte Grünlandleitfaden aktualisiert, die aufgebaute Internetplattform und Grünlandversuchsdatenbank gepflegt, erweitert und umgestaltet werden.Erfahrungen aus der Managementplanung haben gezeigt, dass Maßnahmen für Grünlandlebensraumtypen in Abhängigkeit von Kenntnissen der jeweiligen Bearbeiter abgeleitet werden, welche von der gut fachlichen Praxis bis zu detaillierten Maßnahmenvorschriften alles umfassen. Begründet und damit auch vermittelbar ist der überwiegende Teil der Maßnahmenvorschläge dagegen nicht. Des Weiteren führen förderfähige Naturschutzmaßnahmen auf Grünländern nur zum Teil zu einer aus Sicht des Naturschutzes wünschenswerten Entwicklung und die ökologische Wirkung ist nicht selten gering. Das Vorhaben liefert daher einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung der Managementpläne für FFH-Gebiete in Sachsen-Anhalt. Die Überprüfung der Auswirkungen unterschiedlicher Maßnahmen (-kombinationen) der Mahd, Düngung und Walzen führt dazu, dass im Rahmen der Ausweisung von NATURA 2000-Gebieten konkrete Regelungen für die Grünlandlebensraumtypen ausgesprochen werden können, vor allem im Hinblick auf Handlungen, die oberhalb der Erheblichkeitsschwelle liegen. Zudem liefern die Versuchsergebnisse eine Grundlage für die Bemessung der Höhe von Ausgleichszahlungen für von einschränkenden Regelungen betroffene Landwirte.Die Analysen der Wiesen im BIORES Karstlandschaft Südharz führt zur Ableitung von Managementempfehlungen zur Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes sowie der Eignung des Aufwuchses für Rinder und Schafe. Die Pflege des Leitfadens, der Internetplattform und der Grünlandversuchsdatenbank ermöglichen eine ständig aktualisierte Präsentation der Projektergebnisse und dient Behörden, Verbänden und Bewirtschaftern als Entscheidungsgrundlage für das naturschutzfachlich orientierte Grünlandmanagement im Land Sachen-Anhalt.

Schlagworte

Berg-Mähwiesen, Bernndolden-Auenwiesen, Bewirtschaftungsversuch, Flachland-Mähwiesen, Grünlandbewirtschaftung, Grünlandleitfaden, Grünlandmanagement, Halbtrockenrasen, Karstlandschaft Südharz, LRT 6210, LRT 6440, LRT 6510, LRT 6520
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