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Scherzonen des Albères Massif, östliche Pyrenäen (Frankreich)
Finanzierung:
Haushalt;
Diskrete Scherzonen durchziehen das variskische Grundgebirge der Axial Zone der Pyrenäen, und sind besonders in metamorph überprägten Gesteinen (Metasedimente, Orthogneise und Plutoniten) der östlichen Pyrenäen ausgeprägt. Zu den spektakulärsten Regionen überhaupt, wo duktile Deformation und Scherzonen zu studieren sind, gehört der Cap de Creus Schergürtel in den östlichsten Pyrenäen in Spanien.Wenig bekannt und kaum beschrieben, aufgrund weniger guter Aufschlußverhältnisse, ist die Region nördlich von Cap de Creus, die französische Seite des Albères Massif. Voruntersuchungen im Gelände vom September 2005 haben allerdings gezeigt, daß dort ähnliche Strukturen, insbesondere ESE-WNW-streichende Scherzonen, wie in Cap de Creus zu beobachten sind. Im Albères Massif besteht die Möglichkeit die Ausbildung von Scherzonen in relativ schwach metamorphen Metasedimenten der Küstenregion bis in hochgradig metamorphe und zum Teil migmatitische Orthogneise des zentralen Albères Massif zu beobachten.Das Albères Massif stellt ein strukturelles Bindeglied dar, zwischen dem Cap de Creus Schergürtel im östlichsten Teil der Pyrenäen und dem weiter westlich gelegenen Scherzonen der Merensstörung. Diese Studie kann wichtige Hinweise zur spätvariskischen tektonischen Entwicklung der Pyrenäen liefern.In der Anfangsphase wird eine detaillierte strukturgeologische Kartierung, mit besonderem Augenmaß auf duktile und mikrotektonische Strukturen, durchgeführt. Begleitend dazu werden orientierte Proben gesammelt, die zur Bestimmung von Schersinnindikatoren und Metamorphosebedingungen dienen. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen können geochronologischen Analysen zur Datierung tektonischer Prozesse herangezogen werden.

Schlagworte

Albères Massif, Frankreich, Metasedimente, Orthogneis, Pyrenäen, Scherzone
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