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Rekonstruktion der Terra Preta-Genese mittels molekularer Biomarker und ihrer substanzspezifischen Stabilisotopenverhältnisse (d15N)

Projektbearbeiter:
Birk Jago, Glaser Bruno
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Die Existenz von Terra Preta beweist, dass es prinzipiell möglich ist, unfruchtbare Böden trotz oder aufgrund andauernder anthropogener Nutzung in tiefhumose, nachhaltig landwirtschaftlich nutzbare Böden umzuwandeln. Meine bisherigen Untersuchungen belegen, dass Verkohlungsrückstände einen Schlüsselfaktor für die hohen und stabilen Humusvorräte dieser Böden darstellen. Für die Genese von Terra Preta sind zusätzlich hohe Nährstoff-Mengen nötig. Bisher konnten wir Knochen und Fischgräten als Nährstoffquelle identifizieren. Das Vorhandensein von menschlichen und evtl. tierischen Exkrementen konnte exemplarisch gezeigt werden. Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens ist es, eine routinetaugliche Methode zu Detektion solcher Rückstände in Böden zu entwickeln und in einer größeren Probenserie anzuwenden. Um Mikroorganismen in Terra Preta zu identifizieren, die für die Stabilisierung und Oxidation der organischen Substanz verantwortlich sind, soll ferner die mikrobielle Zersetzergemeinschaft in Terra Preta charakterisiert werden. Von den Ergebnissen der Untersuchungen erwarte ich weitere Hinweise zur Genese von Terra Preta sowie zu ihrer Replikation (Terra Preta Nova).

Schlagworte

Amazonas, Landnutzungsgeschichte, Terra Preta, nachhaltige Landnutzung, nachhaltige Ressourcennutzung

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