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Psychische, kognitive und wirtschaftliche Effekte in der Betreuung dementer Bewohner/Innen durch Alltagshelfer nach § 87b SGB XI
Projektbearbeiter:
Eva-Maria Rexhausen
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Seit 2008 können stationäre Pflegeeinrichtungen zusätzliche Mittel für die Alltagsbegleitung demenzkranker Bewohner erhalten. Die meisten Einrichtungen machen hiervon Gebrauch, dennoch sind die Effekte auf die emotionale und kognitive Befindlichkeit von dementiell erkrankten Bewohnern nicht systematisch untersucht bzw. die Übertragbarkeit internationaler Forschungsergebnisse nicht geklärt. In einem Kontrollgruppendesign wurden Effekte der Alltagsbegleitung gemäß § 87b SGB XI über zehn Monate erfasst und ausgewertet. Teilnehmer waren Personen mit mittelschwerer bis schwerer Demenz. Die Tätigkeit der Alltagshelfer wirkt sich positiv deutlich sowohl auf die emotionale Befindlichkeit (Geriatric Depression Scale) als auch auf die kognitive Leistungsfähigkeit (Mini-Mental State Test) der dementen Bewohner/Innen aus. Auch verbessern sich verschiedene objektive Kriterien medizinischer Versorgung wie etwa die Zahl der Arztbesuche. Außerdem werden durch die Tätigkeit der Alltagshelfer auch die anderen Mitarbeiter entlastet. Weitere Studien sollten klären, ob eine weitergehende Intensivierung der Tätigkeit der Alltagshelfer noch weiterreichende Effekte erzielen können. Diese sollten vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der weiter steigenden Bedeutung der Lebensqualität auch mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen verknüpft werden. Praktisch bedeutsam im Hinblick auf eine effektive und effiziente Ausrichtung der Tätigkeit der Alltagshelfer ist zudem die Frage, nach einer weiter differenzierten Ausgestaltung des Angebots je nach Schwere der Demenz der Bewohner.

Schlagworte

Alltagsbegleitung, Demenz, Lebensqualität
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