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Promotionsprojekt "Poetologische Normen und Kulturkonzepte: Die Tragödie "Dimitrij Samozvanec" von Aleksandr P.Sumarokov und ihr literatisches Umfeld

Projektbearbeiter:
Silke Brohm
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Am Beispiel des russischen Dichters Aleksandr P.Sumarokov und seiner klassizistischen Tragödie "Dimitrij Samozvanec" ("Pseudo-Demetrius"), 1770 verfasst, 1771 in St.Petersburg uraufgeführt, soll die Symbiose von produktiven Rezeptionen poetologischer Vorbilder und einer Diskussion russischer Kulturmodelle und Bildungskonzepte mittels nationalhistorischer Sujets erörtert werden.Die Geschichtsdeutung in der russischen klassizistischen Tragödie des 18.Jh. nimmt eine vermittelnde Funktion zwischen (Laien)Historikern und adliger Bildungsschicht ein und ist in Steuerungsmechanismen der aktuellen Kulturpolitik eingebunden. Das historische Drama ist einerseits Teil der aktuellen Debatte um nationale Identitätskonstruktionen, andererseits ist der Umgang mit historischen Sujets stark durch gattungsimmanente Normen geprägt. Das Repertoire des Hoftheaters als Ausdruck einer "europäisierten" Adelskultur wird letztlich zum Indikator von Veränderungen des zeitgenössischen Kulturverständnisses und der Etablierung neuer Rezeptionsweisen.

Anmerkungen

Kooperation mit dem "Institut russkoj literatury AN Rossii", St. Petersburg

Schlagworte

Aufklärung in Russland, Klassizistische historische Tragödie, Kulturkonzepte

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