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Medizinische Versorgung von Migranten ohne Aufenthaltsstatus in Deutschland -Zugang zu Gesundheitsversorgung und Anforderungen an die Medizin-
Finanzierung:
Volkswagen Stiftung ;
Gesundheitsversorgung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland ist defizitär. Ärzte berichten, dass diese, wenn überhaupt, erst zu spät medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Oft wird die Chance einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung vertan. Der Rechtsanspruch auf ärztliche Behandlung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz wird von Menschen ohne Papiere aus Furcht vor Statusaufdeckung selten eingelöst. In Deutschland haben sich parallele nichtstaatliche Strukturen der medizinischen Hilfe herausgebildet, die als primärmedizinische Anlaufstellen und Vermittlungsstellen fungieren. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Universität Magdeburg und der Charité Berlin soll mit Hilfe qualitativer und quantitativer empirischer Methoden einen systematischen Überblick über Angebote nichtstaatlicher Angebote medizinischer Hilfe für Menschen ohne Papiere erarbeiten. Dabei wird fokussiert auf: gesundheitliche, sozialmedizinische und rechtliche Probleme in der Primärversorgung; Schnittstellenprobleme zu unterschiedlichen Leistungsanbietern im Gesundheitswesen; Barrieren im Zugang zu notwendigen Gesundheitsleistungen.

Schlagworte

Allgemeinmedizin, Erhebung, Gesundheit, Migration, Sozialmedizin, Soziologie, qualitativ, quantitativ
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