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Das Körperkonzept von Prostatakarzinompatienten
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Fördergeber - Sonstige;
Die nach uroonkologischen Erkrankungen möglichen Therapiefolgen, können Veränderungen im alltäglichen Leben für Patienten mit sich bringen. Diese Symptome sind bei Betroffenen vor allem in den ersten Monaten nach der operativen Behandlung akut. Beispielsweise können operationsinduzierte Folgen neben der Grunderkrankung selbst, zur gesundheitlichen wie auch zur psychischen Belastung der Patienten führen. Bisher unzureichend erforscht ist, ob sich daraus eine negative Sichtweise auf den eigenen Körper, vielleicht sogar in Form einer Körperkonzeptstörung bei den Patienten entwickelt. In zahlreichen uroonkologisch ausgerichteten Studien ist dabei häufig nur der Inkontinenz- und Impotenzproblematik besondere Aufmerksamkeit gewidmet worden. Diese Teilbereiche wurden meist hinsichtlich der Lebensqualität des Betroffenen mittels standardisierter Fragebogen (EORTC-QLQ-C30, IPSS, IIQ-7, ICSmale) isoliert erforscht. Hierbei konnten die emotional-affektiven und perzeptiv-kognitiven Merkmale des Körperkonzepts nur marginal erfasst werden. Haltungen zur Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers, zur Selbst- und Fremdakzeptanz, zum Attraktivitätsempfinden, zum Gesundheitsempfinden zur Körperwahrnehmung oder zum Körperkontakt wurden hierbei vernachlässigt oder nur mittels separater Assessments erfasst. Viele bereits existierende Instrumente, die Körperkonzepte von Patienten valide messen, eignen sich nicht für Schwerkranke oder körperlich Behinderte aufgrund von unpassend formulierten Items. Eine umfassende Betrachtungsweise der Attitüden zum eignen Körper kann dazu beitragen, eine durch die Erkrankung oder Therapiefolgen hervorgerufene Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, einen Vertrauensverlust in die Funktionsfähigkeit des Körpers oder sogar Selbstwertminderungen zu identifizieren. Diesen Zuständen können physische Ursachen zugrunde liegen die im engen Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit eines Individuums stehen. Durch diese Studie wird der Versuch unternommen, ein Fragebogeninstrument zu entwickeln, dass bei uroonkologischen Patienten und gesunden Probanden (n=300), Einstellungen, Haltungen, Gefühle und Wahrnehmungen zum eigenen Körper erfassen soll. Das Instrument wird in mehreren Schritten und in Anlehnung an bereits bestehende Fragebogen konstruiert. Weiterhin wird es mittels psychometrischer Verfahren auf Tauglichkeit getestet. Durch das Instrument soll eine differenzierte Einteilung der erfassten Körperkonzepte der Befragten auf der Basis der angegebenen Einstellungen zum eigenen Körper möglich werden und epidemiologisch vergleichbare Daten über das Vorliegen einer Körperkonzeptstörung gewonnen werden.

Schlagworte

Körperkonzept, Prostatakarzinom
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