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Katastrophenliteratur im Anthropozän
Finanzierung:
Haushalt;
Das Projekt fragt nach Beiträgen zum Diskurs über Technikkatastrophen aus dem Feld der Literatur und schließt damit an Forschungen des Lehrstuhls zum Diskurs über Naturkatastrophen (Erdbeben von Lissabon) und politisch soziale Katastrophen (Erster Weltkrieg als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts) an. Als Interpretament wird der weit über die Geologie hinaus diskutierte Vorschlag Paul J. Crutzens aufgegriffen, das gegenwärtige Erdzeitalter "Anthropozän" zu nennen, um zu signalisieren, dass die durch den Menschen verursachten Umwelteinflüsse seit etwa 1800 für das Ökosystem des Planeten und gewissermaßen erdgeschichtlich relevant geworden sind. Am Magdeburg Lehrstuhl für Germanistische Kulturwissenschaft wird dies am Fallbeispiel der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und ihrer Behandlung in der Literatur von Christa Wolf und Gudrun Pausewang bis Hans Platzgumer und Alina Bronsky erforscht. Vorgesehen sind mehrere Aufsatzpublikationen und perspektivisch eine Monographie.
Das Projekt steht in Verbindung mit einer Sektion zum Thema "Katastrophenliteratur" die gemeinsam mit Prof. Elena Agazzi, Bergamo, und Prof. Gaby Pailer, Vancouver, auf dem IVG-Kongress in Palermo 2020 angeboten wird. Die Vorträge dieser Sektion sollen das Spektrum der Katastrophenliteratur von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart zur Sprache bringen. Welche Narrative lassen sich anhand von literarischen und filmischen Fallbeispielen ermitteln? Wie werden faktuale und fiktive Handlungselemente miteinander verbunden? Ziel der komparatistisch und transkulturell angelegten Sektion ist es, Bausteine einer Geschichte der Katastrophenliteratur zusammenzutragen.

Schlagworte

Technikkatastrophen, Urkatastrophe

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