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Isolierung und Charakterisierung bioaktiver Sekundärmetabolite für den Einsatz in der Therapie der Alzheimer Erkrankung
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Das Auffinden neuer Wirkstoffe für die Behandlung der Alzheimer Erkrankung, von der etwa 7 bis 10% der über 65 Jährigen und ca. 40% der über 80-Jährigen betroffen sind, steht derzeit im Fokus vieler Forschungsarbeiten und birgt ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Algen stellen bei der Suche neuer Leitstrukturen für die Therapie neurodegenerativer Erkrankungen eine fast noch unberührte Rohstoffe- und Forschungsquelle dar.           

Ziel des Vorhabens ist die Isolierung und Charakterisierung neuer Wirkstoffe aus Algen für den Einsatz in der Behandlung der Alzheimer Erkrankung. Hierfür wird ein Screening verschiedener Algenspezies unterschiedlicher Algenabteilungen (Chlorophyta, Rhodophyta, Heterokontophyta und Eustigmatophyta) durchgeführt und die Algeninhaltsstoffe aus Biomassen und Kulturfiltraten extrahiert und mit Hilfe von speziellen Bioassays (Glutaminylcyclase-Assay u.a.) auf neurodegenerative Eigenschaften untersucht werden. Aus den in den Bioassays positiv getesteten Extrakten werden für die weitere pharmakologische Charakterisierung mit Hilfe verschiedener chromatographischer Methoden die bioaktiven Verbindungen isoliert und mittels spektroskopischer Methoden in ihrer chemischen Struktur aufgeklärt.

Anmerkungen

Die Forschungsarbeiten wurden 2013 mit dem Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt (Kategorie Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung) ausgezeichnet.

Schlagworte

Mikroalgen, Wirkstoffe

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