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GUPFpaed2 - Aufbau einer Fallsammlung unter Berücksichtigung des doppelten Fallbezugs in der Lehramtsausbildung in der beruflichen Fachrichtung Gesundheit und Pflege
Finanzierung:
Haushalt;
Die Arbeit an "Fällen" hat in der Ausbildung für das Lehramt an allgemeinbildenden Schulen eine lange Tradition. Fallarchive bieten eine gezielte Bereitstellung geeigneter Fälle innerhalb der universitären Lehre. Hierbei kann es sich um Unterrichtstranskripte, in denen Lehrer-Schüler-Interaktionen festgehalten sind, und deren analytische "Entschlüsselungen" handeln, aber auch um Interviews mit Schülern und Lehrern, die für die Ausbildung angehender Lehrkräfte relevant sind. Unterrichtsmaterialien und Theorietexte sowie Texte zum methodischen Vorgehen bei der Analyse und Bewertung von Unterrichtssequenzen sowie Lehrer- bzw. Schüleraussagen ergänzen die Fallsammlungen.

In der Ausbildung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen sind Fallsammelungen hingegen nicht vorhanden. Für die Ausbildung innerhalb der beruflichen Fachrichtung Gesundheit und Pflege ist dieses Desiderat jedoch in besonderer Weise dramatisch: Lehrkräfte im Bereich Gesundheit und Pflege unterliegen einem "doppelten Fallbezug" (Seltrecht 2015). Zum einen unterliegen sie dem Fallbezug im pädagogischen Handeln (Lehrer-Schüler-Interaktion). Zum anderen vermitteln sie ihren Auszubildenden innerhalb der berufsschulischen Ausbildung als Lerngegenstand die Arbeits- und Geschäftsprozesse in diesen Berufen, die ebenfalls einem Fallbezug unterliegen (Pflegekraft/Therapeut-Patient/Bewohner-Interaktion).

Ziel der Projekts GUPFpaed2 ist es, eine Fallsammlung aufzubauen, die alle relevanten Interaktionen und Perspektiven (Lehrer, Schüler, Therapeuten, Pflegekräfte, med. Assistenten, Patienten, Bewohner von Pflegeheimen) enthält.

Schlagworte

"doppelter Fallbezug", Fallarbeit, Interaktionistische Professionstheorie

Publikationen

2015
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2014
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