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Das frühkindlichen, adataptive Immunsystem: Nährboden für Immunpathologien?
Projektbearbeiter:
Herr Kosak, Her Neumann, Herr Jorch, Frau Kramer, Frau Brunner-Weinzierl
Finanzierung:
Haushalt;
Das adaptive Immunsystem des Fötus, Früh- und Neugeborenen, sowie des Kleinkindes bis ca. 2 Jahren zeichnet sich durch eine niedrige Reaktivität aus. Gelingt es eine Immunantwort einzuleiten, verläuft eine humorale Th2-Immunantwort. Zelluläre Th1-Immunantworten sind nur unter starker Provokation auszulösen und pro-inflammatorischen Th1 Zellen werden schnell über Apoptose eliminiert. Zusammen mit dem TCR-Signal sind CD28 and CD152 (Cytotoxic T-lymphocyte antigen-4, CTLA-4) die primären Regulatoren von T-Zellantworten. Während CD28 primär aktivierend bei T-Zellantworten wirkt, inhibiert CD152 sie. Fehlregulationen insbesondere von CD152 können zu chronischen Entzündungsreaktionen führen. Dies verdeutlichen zum einen die CD152-defizienten Mäuse, die  innerhalb der ersten Lebenswochen eine lymphproliferative Immunpathologie entwickeln, aber auch die Assoziation von CD152- Polymorphismen mit Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose und Rheumatoide Arthrits. Wir konnten erstmals zeigen, dass CD152-Signale nicht nur, wie traditionell angenommen, Immunantworten abschalten, sondern auch aktiv das Überleben und die Migration von T Lymphozyten induzieren können. Beides ist notwendig, um gezielt die Immunantwort aufrechtzuerhalten ( multiple function model ). Wir wollen deshalb die Hypothese prüfen, dass CD152 gezielt und differentiell über Signaltransduktion die Differenzeriung von T- Lymphozyten von Fötus und Kleinkind kontrolliert. Die Kenntnis der diese Vorgänge regulierenden Moleküle und Signaltransduktionswege ist für das Verständis von frühkindlichen Immunantworten wesentlich.

Schlagworte

CTLA-4, Kostimulation, T-Zelldifferenzierung, frühkindliche Immunantworten
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