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Freie Meinungsäußerung und Medienkompetenz: Entwicklung, Strukturen und Funktionen des Bürgerrundfunks in Deutschland
Projektbearbeiter:
Brigitte Kertscher
Finanzierung:
Haushalt;
Erstmals werden in der Arbeit Idee, Entwicklung und Strukturen des Bürgerrundfunks bundesweit abgehandelt und ausführlich kommentiert. Wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Grundformen des Bürgerrundfunks - Offene Hörfunk- und Fernsehkanäle und Nichtkommerzieller lokaler Hörfunk - werden herausgearbeitet. Eingegangen wird auch auf die länderspezifischen Regelungen und Ausprägungen, in denen sich der föderale Charakter des dualen Rundfunkssystems der Bundesrepublik niederschlägt. Empirisch repräsentiert die Arbeit den Entwicklungsstand um die Jahre 2000/2001 herum, wesentliche spätere Entwicklungen (wie das sog. Konvergenzmodell) werden ergänzend aufgenommen. Die wichtigsten Argumentationslinien - die Verwirklichung des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung (d.h. in der Mediengesellschaft die Zugangsmöglichkeiten zu den Medien) und der Erwerb von Medienkompetenz - werden verfolgt und in ihrer aktuellen Relevanz begründet. Die detaillierte Darstellung vier sehr unterschiedlicher Sender verdeutlicht exemplarisch die Vielfalt der Strukturen und die Arbeitsweisen im Bürgerrundfunk. Eine abschließende Befragung von aktiven Nutzern Offener (Fernseh-) Kanäle in Sachsen-Anhalt untersucht, inwieweit die Nutzer Medienkompetenz erwerben können und welche Formen und Methoden aus Sicht der Nutzer dabei besonders wirksam erscheinen.

Anmerkungen

Projekt wurde von 1998 bis 2000 über ein Forschungsstipendiium des LSA gefördert. Fortsetzung als Eigenprojekt

Schlagworte

Bürgerrundfunk, Medienkompetenz, Radio, freies Radio, informelles Lernen, offene Kanäle
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