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Eindämmung von Korruption in sozialen Netzwerken
Projektbearbeiter:
Siegfried Berninghaus, Bearb.: Dr. Stephan Schosser, Thomas Neumann
Finanzierung:
Haushalt;
Korruption wird in der allgemeinen Öffentlichkeit häufig als ein Problem von Entwicklungsländern wahrgenommen. Dennoch zeigt wirtschaftswissenschaftliche Literatur, dass Korruption für die gesamte Weltwirtschaft eine Gefahr darstellt, da sie (unausweichlich) ein Bestandteil sozialer Interaktion in allen Gesellschaften ist. Die Gefahr für die Gesellschaft besteht dabei aus zwei wesentlichen Punkten:
  • Korruption verringert auf der einen Seite die ökonomische Leistungskraft einer Ökonomie,
  • Korruption führt auf der anderen Seite zu einer ungerechten Verteilung des Wohlstands.
Aus diesem Grund versuchen internationale Organisationen, wie beispielsweise Transparency International, Möglichkeiten zu finden, Korruption zu bekämpfen und einzudämmen. Im Rahmen dieses gemeinsamen Forschungsprojektes versuchen wir ein besseres Verständnis davon zu erlangen, welchen Einfluss gesellschaftliche Strukturen auf die Verbreitung korrupten Verhaltens in einem Netzwerk haben. In der Theorie lassen sich diese Prozesse als Koordinationsspiele in einfachen Nachbarschaften modellieren. Dabei können epidemische Prozesse, wie sie für die Beschreibung der Ausbreitung von Krankheiten verwendet werden, auf diese Situation angepasst werden. Um systematisch Programme zur Verhinderung von Korruption entwerfen zu können, ist es notwendig menschliches Verhalten in Situationen, in denen Korruption aufkommen kann, zu verstehen. Dieses Projekt wird gemeinsam mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften (Lehrstuhl "Empirische Wirtschaftsforschung") der Otto-von-Guerike-Universität Magdeburg bearbeitet.

Schlagworte

Epidemiologie, Korruption

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