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Analyse der Akzeptanz der Stufenausbildung Bau in Industrie und Handwerk; Ursachen, Probleme und berufspädagogische Strategien
Projektbearbeiter:
Manfred Labude
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Das Inkrafttreten des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) am 14. August 1969 schuf die rechtliche Basis für eine gestufte Ausbildung. Fünf Jahre später wurde die Stufenausbildung der Bauwirtschaft  rechtswirksam. Damit wurde 1974 ein langwieriger Verhandlungsprozess um die Etablierung der Stufenausbildung erfolgreich abgeschlossen. Seit dem Inkrafttreten der Stufenausbildung sind mehr als 40 Jahre ins Land gegangen. Zwischenzeitlich konnte der Eindruck gewonnen werden, dass die Stufenausbildung nur eine temporäre Konstellation sei, da zahlreiche Änderungsverordnungen das ursprüngliche Modell modifizierten. Trotzdem dienten die Stufenausbildung und die mit ihr korrespondierenden Ausbildungsordnungen als Modell für andere Berufsfelder bzw. Berufe, wie bspw. Drucker/Druckerin, Holzmechaniker und Textilberufe. In weiteren Berufsfeldern, wie z.B. in der Metallindustrie, wurde über die Einführung einer Ausbildungskonzeption ähnlich der Stufenausbildung Bau diskutiert. Nach langen Debatten distanzierte sich jedoch die Metallindustrie im Jahr 1976 von einem Konzept der Stufenausbildung und verfolgte stattdessen eine monoberuflich strukturierte zwei- und dreijährige Ausbildungsform. Vor diesem historischen Hintergrund war es ein wissenschaftliches Desiderat zu untersuchen, wie die Stufenausbildung der Bauwirtschaft heutzutage in der Bauindustrie als auch dem Handwerk akzeptiert bzw. wahrgenommen wird. Die historisch höchst komplexe und widersprüchliche Entstehungskonstellation, die sich bis heute auswirkt, ist ein anspruchsvolles Forschungsfeld und verspricht berufspolitisch wichtige Erkenntnisse. Daher ist davon auszugehen, dass die vorliegende Promotionion der berufspädagogischen und technikdidaktischen Diskussion eine hohe Aufmerksamkeit finden wird.

Schlagworte

Bauwirtschaft, Stufenausbildung, dreijährige Ausbildungsberufe, zweijährige Ausbildungsberufe
Kontakt
Prof. Dr. Frank Bünning

Prof. Dr. Frank Bünning

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Fakultät für Humanwissenschaften

Institut I: Bildung, Beruf und Medien

Zschokkestraße 32

39104

Magdeburg

Tel.+49 391 6716933

Fax:+49 391 6716694

frank.buenning(at)ovgu.de

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