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Agrarkrise, Strukturwandel und bäuerliche Handlungsstrategien in Nordtogo. Zur lokalen Dimension von Weltmarkt, Staat und Haushalt in einer ländlich-peripheren Region Westafrikas
Projektbearbeiter:
Bernhard Martin
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
In den ländlich-peripheren Regionen Westafrikas vollzieht sich ein von Forschung und Öffentlichkeit kaum wahrgenommener Strukturwandel, dessen Dynamik durch exogene Ursachen (Staats- und Exportwirtschaftskrise) in einer jeweils spezifischen Synthese mit den lokalen Verhältnissen verursacht wird. Verschiedene Disziplinen haben eine Vielzahl von Theorieansätzen und Antworten bzgl. der Ursachen, der Dynamik und den Perspektiven dieses Strukturwandels entwickelt, ohne das es bislang gelungen ist, diese verschiedenen Ansätze in ein kohärentes Theoriegebäude zu integrieren. Dieser noch kaum untersuchte Strukturwandel soll im Rahmen des Promotionsvorhabens am Beispiel Nordtogo mit Hilfe einer Synopse ausgewählter Theorien in seinen verschiedenen Dimensionen analysiert und so ein dynamisches Bild von den alltäglichen Krisen in ländlich-peripheren Räumen Westafrikas und ihrer Überwindung durch die lokale Bevölkerung gezeichnet werden. Nordtogo eignet sich durch den faktischen Zusammenbruch staatlicher Entwicklungspräsenz und das Scheitern einer weltmarktorientierten Entwicklungsstrategie besonders gut für das Studium des o. g. Strukturwandels und der Stärken und Schwächen endogener Initiativen.Für Nordtogo liegen keine aktuellen geographischen Regionalstudien vor, so dass das Promotionsvorhaben auch zur Schließung einer regionalgeographischen Forschungslücke beitragen will.

Schlagworte

Afrika, Entwicklungsforschung, Entwicklungszusammenarbeit, Regionalökonomik, Strukturwandel, Togo, Wirtschaftsgeographie
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