Lazy Estimation in Networked Systems for the Non-ideal World
Projektleiter:
Finanzierung:
Die fortschreitende Automatisierung in allen Bereichen, von Produktion über Verkehrswesen bis hin zur Landwirtschaft, geht mit einer zunehmenden Anzahl an Sensoren einher. Um die entstehenden Daten zu verarbeiten, müssen diese regelmäßig, meist über Funkverbindungen, zwischen den Sensoren, Datensenken und Reglern und Aktoren übertragen werden.
Um Funknetzwerke in Bezug auf Bandbreiten- und Energiebedarf zu entlasten, sind ereignisbasierte Übertragung und Zustandsschätzung besonders vielversprechend. Insbesondere ereignisbasierte Systeme, die zusätzliche Informationen, sog. implizite Informationen, aus ausbleibenden Übertragungen gewinnen, tragen zu einer signifikanten Reduktion der Datenrate bei gleichzeitig zuverlässig guter Schätzqualität bei.
Im vorherigen Projekt „Zustandsschätzung mit impliziten Daten in vernetzten Systemen“ (LENS) wurden
Methoden entwickelt, um die Anwendbarkeit von vor allem stochastischen ereignisbasierten Übertragungs- uns Schätzverfahren in Multi-Sensor-Multi-Agenten-Systemen zu verbessern und deren
Effizienz zu steigern. Im Gegensatz zu deterministischen Übertragungsbedingungen erhalten stochastische ereignisbasierte Verfahren die Gaußverteilung der Zustandsvariable und ermöglichen
dadurch ein simples Schätzerdesign basierend auf einem Standard-Kalman-Filter für lineare Systemmodelle. In LENS wurde beispielsweise der Umgang mit Korrelationen in Sensornetzwerken
erforscht sowie neuartige Übertragungsverfahren vorgeschlagen, die die Idee der stochastischen Übertragungsverfahren verallgemeinern und mehr Spielraum für Anpassungen bieten.
Allerdings wurden meist idealisierte Bedingungen wie lineare Systemmodelle, zuverlässige Funkverbindungen und unbegrenzte Verfügbarkeit von Kommunikationsressourcen angenommen. Offensichtlich stimmen diese Annahmen häufig nicht mit der Realität überein. Leider können
diese nicht-idealen Bedingungen, wie auch in traditionellen periodischen Systemen, zu schwerwiegenden Problemen bei der Stabilität und Zuverlässigkeit von Zustandsschätzungen führen.
Daher ist das Hauptziel des Projekts „Zustandsschätzung mit impliziten Daten in vernetzten Systemen unter nicht-idealen Bedingungen“ (LENS-NW) die Weiterentwicklung der Ergebnisse, die in LENS erzielt wurden. Im ersten Schritt sollen nichtlineare und ungenaue Systemmodelle betrachtet werden, im zweiten Schritt sollen Strategien erforscht werden, um mit Paketverluste und Latenzen effizient umzugehen, ohne die Vorteile ereignisbasierter Übertragung zu verlieren, und im dritten Schritt Algorithmen entwickelt werden, die ereignisbasierte Übertragung in übliche drahtlose Kommunikationssysteme integrieren.
Während der Projektlaufzeit von LENS wurden viele Erweiterungsmöglichkeiten identifiziert und Methoden entwickelt, die ihr volles Potenzial unter nicht-idealen Bedingungen entfalten können. Das Folgeprojekt LENS-NW wird stochastische ereignisbasierte Systeme einen Schritt näher in Richtung der praktischen Umsetzung bringen.
Um Funknetzwerke in Bezug auf Bandbreiten- und Energiebedarf zu entlasten, sind ereignisbasierte Übertragung und Zustandsschätzung besonders vielversprechend. Insbesondere ereignisbasierte Systeme, die zusätzliche Informationen, sog. implizite Informationen, aus ausbleibenden Übertragungen gewinnen, tragen zu einer signifikanten Reduktion der Datenrate bei gleichzeitig zuverlässig guter Schätzqualität bei.
Im vorherigen Projekt „Zustandsschätzung mit impliziten Daten in vernetzten Systemen“ (LENS) wurden
Methoden entwickelt, um die Anwendbarkeit von vor allem stochastischen ereignisbasierten Übertragungs- uns Schätzverfahren in Multi-Sensor-Multi-Agenten-Systemen zu verbessern und deren
Effizienz zu steigern. Im Gegensatz zu deterministischen Übertragungsbedingungen erhalten stochastische ereignisbasierte Verfahren die Gaußverteilung der Zustandsvariable und ermöglichen
dadurch ein simples Schätzerdesign basierend auf einem Standard-Kalman-Filter für lineare Systemmodelle. In LENS wurde beispielsweise der Umgang mit Korrelationen in Sensornetzwerken
erforscht sowie neuartige Übertragungsverfahren vorgeschlagen, die die Idee der stochastischen Übertragungsverfahren verallgemeinern und mehr Spielraum für Anpassungen bieten.
Allerdings wurden meist idealisierte Bedingungen wie lineare Systemmodelle, zuverlässige Funkverbindungen und unbegrenzte Verfügbarkeit von Kommunikationsressourcen angenommen. Offensichtlich stimmen diese Annahmen häufig nicht mit der Realität überein. Leider können
diese nicht-idealen Bedingungen, wie auch in traditionellen periodischen Systemen, zu schwerwiegenden Problemen bei der Stabilität und Zuverlässigkeit von Zustandsschätzungen führen.
Daher ist das Hauptziel des Projekts „Zustandsschätzung mit impliziten Daten in vernetzten Systemen unter nicht-idealen Bedingungen“ (LENS-NW) die Weiterentwicklung der Ergebnisse, die in LENS erzielt wurden. Im ersten Schritt sollen nichtlineare und ungenaue Systemmodelle betrachtet werden, im zweiten Schritt sollen Strategien erforscht werden, um mit Paketverluste und Latenzen effizient umzugehen, ohne die Vorteile ereignisbasierter Übertragung zu verlieren, und im dritten Schritt Algorithmen entwickelt werden, die ereignisbasierte Übertragung in übliche drahtlose Kommunikationssysteme integrieren.
Während der Projektlaufzeit von LENS wurden viele Erweiterungsmöglichkeiten identifiziert und Methoden entwickelt, die ihr volles Potenzial unter nicht-idealen Bedingungen entfalten können. Das Folgeprojekt LENS-NW wird stochastische ereignisbasierte Systeme einen Schritt näher in Richtung der praktischen Umsetzung bringen.
Publikationen
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Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Benjamin Noack
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Intelligente Kooperierende Systeme
Universitätsplatz 2
39116
Magdeburg
Tel.:+49 391 6757580
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