Heldenhaft?! Zur Ambivalenz des Heroischen (Tagung)
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Finanzierung:
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Interdisziplinäre Tagung an der Akademie für Politische Bildung (Tutzing)
Leitung: Laura Martena / Karoline Reinhardt / Katharina Naumann
Demokratien stehen in einem spannungsreichen Verhältnis zum Heroischen. Einerseits hegen sie Skepsis gegenüber Ausnahmegestalten. Die Orientierung an ihnen scheint schwer mit dem Wert der Gleichheit vereinbar. Indem Heldinnen und Helden starke Affekte wie Bewunderung, Verehrung und Hingabe wecken, können sie vernünftige Urteilsbildung unterlaufen und Kritik suspendieren. Zudem war Heldentum historisch häufig mit problematischen Vorstellungen von Männlichkeit, Nationalismus, Krieg und Opferkult verbunden. Zugleich scheinen demokratische Gesellschaften auf Vorbilder angewiesen zu bleiben, die moralische Werte und Tugenden nicht nur abstrakt vertreten, sondern verkörpern und gerade in Krisen Außergewöhnliches leisten. Die Tagung nimmt diese Ambivalenz in den Blick. Wer wird gegenwärtig in welchen Kontexten als Held oder Heldin verehrt, und wie sind diese Formen der Heroisierung zu bewerten? Welche Spielarten des Heldentums sollten heute kultiviert werden – und von welchen müssen wir uns verabschieden? Antworten suchen wir in der Auseinandersetzung mit dem Heroischen selbst, in der Analyse konkreter Heldenfiguren in Theater, Film und Literatur sowie in der Reflexion öffentlicher Erinnerung. Die Tagung verbindet interdisziplinäre Fachvorträge mit interaktiven Workshops und einer Zukunftswerkstatt.
Leitung: Laura Martena / Karoline Reinhardt / Katharina Naumann
Demokratien stehen in einem spannungsreichen Verhältnis zum Heroischen. Einerseits hegen sie Skepsis gegenüber Ausnahmegestalten. Die Orientierung an ihnen scheint schwer mit dem Wert der Gleichheit vereinbar. Indem Heldinnen und Helden starke Affekte wie Bewunderung, Verehrung und Hingabe wecken, können sie vernünftige Urteilsbildung unterlaufen und Kritik suspendieren. Zudem war Heldentum historisch häufig mit problematischen Vorstellungen von Männlichkeit, Nationalismus, Krieg und Opferkult verbunden. Zugleich scheinen demokratische Gesellschaften auf Vorbilder angewiesen zu bleiben, die moralische Werte und Tugenden nicht nur abstrakt vertreten, sondern verkörpern und gerade in Krisen Außergewöhnliches leisten. Die Tagung nimmt diese Ambivalenz in den Blick. Wer wird gegenwärtig in welchen Kontexten als Held oder Heldin verehrt, und wie sind diese Formen der Heroisierung zu bewerten? Welche Spielarten des Heldentums sollten heute kultiviert werden – und von welchen müssen wir uns verabschieden? Antworten suchen wir in der Auseinandersetzung mit dem Heroischen selbst, in der Analyse konkreter Heldenfiguren in Theater, Film und Literatur sowie in der Reflexion öffentlicher Erinnerung. Die Tagung verbindet interdisziplinäre Fachvorträge mit interaktiven Workshops und einer Zukunftswerkstatt.
Kooperationen im Projekt
Kontakt
Dr. Katharina Naumann
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Humanwissenschaften
Institut III: Philologien, Philosophie, Sportwissenschaft
Zschokkestraße 32
39104
Magdeburg
Tel.:+49 391 6756652
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