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Wirkung von 2-Methoxyestradiol auf Gliomzellen
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Finanzierung:
Haushalt;
2-Methoxyestradiol (2ME) ist ein neues, experimentelles Zytostatikum, das sich jedoch an einzelnen Tumorentitäten bereits in klinischen Tests befindet. Es handelt sich um einen körpereigenen Metaboliten des Hormons Östradiol, der jedoch selbst keine hormonelle Wirkung besitzt, da er kaum an den Östrogen-Rezeptor bindet. Obwohl die Substanz an Zellkulturen zahlreicher Tumorentitäten und auch in Xenograft-Experimenten eine Wirksamkeit gezeigt hat, ist ihr vermutlich recht pleiotroper Wirkungsmechansimus nach wie vor Forschungsgegenstand. Die Subszanz induziert offenbar Apoptose, inhibiert die Tumor-Neoangiogenese und wirkt auch in vitro auf Mikrotubuli. Da 2-ME an astrozytären Tumorzellen noch nicht getestet wurde, untersucht dieses Projekt die Wirkung auf unterschiedliche astrozytäre Tumorzelllininen von Mensch und Ratte z.B. im MTT-Test, mit Caspase-3-assays und Fluoreszenzfärbungen der Kernfragmentierung. Aufgrund einer hoffnungsvollen Datenlage anhand dieser Zellkulturexperimente ist für die nahe Zukunft ein Versuch zur oralen Behandlung von Fischer-Ratten geplant, denen zuvor in Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie unserer Universität Hirntumoren induziert wurden (durch direkte Applikation von Ratten-Gliomzellen in das Gehirn).

Schlagworte

Tumor, astrozytärer
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