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Vergleichende Untersuchungen zu den Auswirkungen von Klima- und Landnutzungsänderungen auf den Wasser- und Stoffhaushalt in Flusseinzugsgebieten

Projektbearbeiter:
Dipl.-Geogr. Daniel Wurbs
Finanzierung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt ;
Lage der Untersuchungsgebiete im Einzugsgebiet der Elbe
Lage der Untersuchungsgebiete im Einzugsgebiet der Elbe
Problemstellung:Der Anstieg der globalen Erdmitteltemperatur um 0,6° C im 20. Jahrhundert sowie Veränderungen im regionalen Niederschlagsverhalten deuten als Indizien darauf hin, dass sich die Welt bereits mitten in einem Klimawandel befindet. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht, basierend auf den Ergebnissen globaler Klimamodelle, in seinem neuesten Bericht von einem weiteren Temperaturanstieg von 1,4 bis 5,8° C bis zum Jahr 2100 aus (IPCC, 2001). Aufgrund des direkten Zusammenhanges zwischen Klima und regionalem Wasserhaushalt können vor allem für die kontinental geprägten Gebiete Mitteleuropas tiefgreifende Konsequenzen für die naturräumlichen und ökologischen Systeme im allgemeinen und speziell die qualitative und quantitative Sicherung der Ressource "Wasser" erwartet werden. Bisher liegen speziell für das Mitteldeutsche Trockengebiet kaum Untersuchungen vor, welche die Ursache-Wirkungs-Beziehungen zu den Auswirkungen von Klimaänderungen auf den Wasser- und Stoffhaushalt von Flusseinzugsgebieten betrachten und diese in Beziehung zu zukünftigen Landnutzungsänderungen setzen. Zielsetzung:Vorrangiges Ziel der Arbeit ist es, die möglichen Folgen einer Klimaänderung für den Wasser- und Stoffhaushalt in Flusseinzugsgebieten, unter dem Blickwinkel der gegenwärtigen naturräumlichen Verhältnisse, darzustellen. Kernpunkt ist ein vergleichender Ansatz, welcher zum Ziel hat, die Auswirkungen klimatischer Veränderungen in Beziehung zu Naturraum- und Landnutzungsverhältnissen zu setzen. Von besonderem Interesse ist dabei, in welchen Größenordnungen die klimatischen und hydrologischen Veränderungen, in Abhängigkeit vom verwendeten Klimaszenarienmodell, eintreten können. Des weiteren soll unter planungsrelevanten Gesichtspunkten untersucht werden, welche gegenwärtigen und zukünftigen Problemfelder sich durch die Wiederentstehung des ehemaligen Salzigen Sees für die regionale Wasserbilanzsituation ergeben können.Untersuchungsgebiete:In Abhängigkeit von den gegenwärtigen klimatischen und topographischen Bedingungen können mögliche klimabedingte Veränderungen sowohl zeitlich als auch räumlich heterogen auftreten. Unter diesem Gesichtspunkt wurden zwei mesoskalige Flusseinzugsgebiete ausgewählt, welche sich trotz ihrer räumlichen Nähe sowohl in ihren gegenwärtigen klimatisch-hydrologischen Eigenschaften als auch den Landnutzungsverhältnissen maßgeblich voneinander unterscheiden. Hierzu wurden die Einzugsgebiete der Querne/ Weida und Wipper, welche sich im Flussgebiet der Saale befinden, ausgewählt.Methoden:Hydrologische Modellierung, GIS-Methoden, Geostatistik, Klimaszenarien, Wasserhaushaltsbilanzierung, Landnutzungsszenarien

Anmerkungen

Fragen zum Projekt an:<br> Daniel Wurbs<br> Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg<br> Institut für Geographie<br> Von-Seckendorff-Platz 4<br> 06120 Halle<br> Tel.: 0345-5526049<br> mail: wurbs@geographie.uni-halle.de

Schlagworte

Fluss, GIS, Geographie, Gewässer, Hydrologie, Klima, Klimaänderung, Landnutzung, Mitteldeutschland, Modellierung, Salziger See, Stoffhaushalt, Wasser, Wasserhaushalt, Weida, Wipper

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