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VAGABUND - Verbesserte Datenerfassung durch Analyse des Gegenverkehrs im ÖPNV
Projektbearbeiter:
Andreas Herrmann
Projekthomepage:
Finanzierung:
Bund;
Verkehrsunternehmen stehen nach der Einführung von rechnergestütztem Betriebsleitsystem (RBL) und der dynamischen Fahrgastinformation vor dem Problem, dass für belastbare Verspätungsprognosen auch die Kenntnis über die Lage im motorisierten Individualverkehr (MIV) erforderlich ist. Derzeit gibt es nur vereinzelt eine MIV-Lageerfassung, die vornehmlich auf stationäre Detektoren und Netzmodelle zur Datenvervollständigung aufbaut. Im Vorhaben soll ein kostengünstiges Erfassungsmodul entwickelt werden, das die verkehrliche Umgebung vom Fahrzeug aus erfasst und interpretiert. Aus der Beobachtung, insbesondere des Gegenverkehrs, sollen Verkehrslagebilder von hoher Qualität erzeugt werden. Das Erfassungsmodul wird in Fahrzeuge des Öffentlichen Verkehrs eingebaut, die als Floating Car Observer (FCO) regelmäßig das Straßennetz befahren. Aus der Korrelation der Anwesenheit und Relativgeschwindigkeit des detektierten Fahrzeugs mit der Position und Geschwindigkeit des FCO-Fahrzeugs wird die aktuelle Fahrzeugdichteverteilung auf einem Streckenabschnitt errechnet und der Verkehrszentrale per Funk mitgeteilt. Die ermittelte Verkehrslage wird sowohl für die Verbesserung des betrieblichen Störungsmanagements genutzt als auch über kollektive, individuelle und personalisierte Informationsdienste verbreitet. Basierend auf einem Verkehrsmodell wurde ein Umgebungsmodell entwickelt, in dem mit verschiedenen Erfassungstechniken ausgestattete Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs simuliert und die jeweils ermittelbaren streckenbezogenen Kenngrößen ausgewertet werden können.

Schlagworte

Verkehrstelematik
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