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Update DEGAM-Leitlinie Nr. 6 "Pflegende Angehörige"
Finanzierung:
Haushalt;
Die Versorgung, Betreuung und Pflege versorgungs- und/oder pflegebedürftiger, oftmals älterer, multimorbider Familienmitglieder im häuslichen Setting kann zu Beeinträchtigungen der körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit der pflegenden Angehörigen führen. Allgemeinmediziner bzw. Hausärzte sind oftmals die ersten Ansprechpartner hinsichtlich der Pflege des bedürftigen Familienmitgliedes. Darüber hinaus fungieren sie auch als Ansprechpartner hinsichtlich der Gesundheit der pflegenden Angehörigen. Im Kontext von Hausbesuchen bekommen sie einen Einblick in die Rahmenbedingungen der Angehörigenpflege. Dies ermöglicht es Hausärzten, Zusammenhänge zwischen der Gesundheit der pflegenden Angehörigen und der Pflegesituation sowie potenziell gefährliche Verläufe zu erkennen und ggf. rechtzeitig zu intervenieren.

2005 wurde durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM)  eine Leitlinie zur Versorgung pflegender Angehöriger in der Hausarztpraxis veröffentlicht (DEGAM-Leitlinie Nr. 6, Pflegende Angehörige ). Diese integriert Empfehlungen zum diagnostischen und therapeutischen Vorgehen unter Berücksichtigung der Pflegesituation, Hinweise auf abwendbar gefährliche Verläufe, zum Beratungs- und Unterstützungsbedarf und zur Kommunikation mit pflegenden Angehörigen. Basierend auf systematischen Literaturrecherchen zu hausärztlichen Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Situation von pflegenden Angehörigen sowie zu externen Unterstützungsangeboten wird die Leitlinie aktuell durch das Institut für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Magdeburg überarbeitet.

Schlagworte

Allgemeinmedizin, Hausarzt, Leitlinie, Pflegende Angehörige
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