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Untersuchungen miRNA gesteuerter dysfunktioneller T-Zellen in der Stammzellnische von Patienten mitmye-lodysplastischem Syndrom
Finanzierung:
Stiftungen - Sonstige;
Myelodysplastische Syndrome (MDS) bilden eine Gruppe von hämatopoetischen Stammzellneoplasien, die mit einer gesteigerten Inzidenz von 15 bis 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in der Altersgruppe u¨ber 70 Jahren verstärkt auftreten [1]. Patienten/Patientinnen leiden an einer gestörten Blutzellbildung, wobei alle Zelltypen des hämatopoetischen Systems betroffen sein können [2]. Zellen des angeborenen und erworbenen Immunsystems bilden einen Teil der Stammzellnische, dem Ort der aberranten Hämatopoese bei MDS [3]. Der Einfluss des Immunsystems, insbesondere der T-Zellen, auf den Krankheitsausbruch bzw. -progress der MDS ist noch weitgehend unverstanden. Es gibt nur wenige Therapieoptionen fu¨r Patienten/Patientinnen mit einer schweren MDS. Heilung wird in einigen Fällen durch eine Stammzelltransplantation (HSCT) erreicht [4] wobei ein großer Teil der Patienten/Patientinnen post-HSCT relapsiert.
MiRNAs sind 21-23 Basenpaare kurze RNA-Moleku¨le und bilden wichtige Feinregulatoren nahezu aller zellbiologischer Prozesse. Eine Dysregulation der miRNAs ist mit den unterschiedlichsten hämatologischen und soliden Krebsformen assoziiert, wodurch sie ein interessantes Therapieziel darstellen [5].
Bisherige Studien lassen keine zellspezifische Zuordnung der differenziell exprimierten miRNAs von MDS-Patienten/Patientinnen zu [6, 7]. Experimentelle Daten zu miRNA Zielgenen und zur zell-spezifischen Funktionalität in den Progenitorzellen und Immunzellen der Stammzellnische bei MDS sind unterrepräsentiert.
Hier setzt die vorgestellte Forschungsarbeit an. Es werden mittels komplexer durchflußzytometri-scher Zellsortierung zellspezifische miRNA Profile von MDS Patienten/Patientinnen erstellt. Des Weiteren werden Untersuchungen zur Funktionalität der veränderten Expression von miRNAs fu¨r die Stammzellen, die T-Zellen und fu¨r die Interaktion beider Zelltypen durchgefu¨hrt.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden einen Beitrag zur Identifizierung regulatorisch wirksamer miRNAs fu¨r das Erkrankungsbild der MDS leisten und insbesondere die Rolle der T-Zellen als kombinatorische therapeutische Interventionsziele ermitteln.
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