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Tropfenstrahl-Gefriertrocknung
Projektbearbeiter:
Dipl.-Ing- Mathias Dietzel
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Für viele biotechnologisch hergestellte Therapeutika ist die Lunge ein alternativer Applikationsweg, da dort die Barriereeigenschaften, im Vergleich zum Darm, deren Absorption weniger stark unterbinden. In diesem Projekt sollen in Zusammenarbeit einer pharmazeutisch-technologischen Arbeitsgruppe mit Schwerpunkt mikropartikulärer Systeme und Gefriertrocknung (Prof. Dr. Lamprecht) und einer ingenieurwissenschaftlich-verfahrenstechnischen Arbeitsgruppe mit Erfahrungen auf dem Gebiet der Analyse, Modellbildung und Berechnung von Mehrphasenströmungen (Prof. Dr.-Ing. Sommerfeld) die experimentellen und theoretischen Grundlagen für ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von monodispersen partikulären Lyophilisaten durch Tropfenstrahl-Gefriertrocknung erarbeitet werden. Bei der Tropfenstrahl-Gefriertrocknung wird eine wässrige Formulierung aus einem Dispenser in einen fallenden kalten Gasstrom injiziert, in dem die Flüssigkeit rasch durchfriert. Die Eispartikel werden in einem aufsteigenden Trockengasstrom aufgefangen und im unteren Teil der Trockenkammer durch Sublimation des Eisanteils getrocknet. Anschließend werden sie im oberen Teil aus der Kammer ausgetragen und beispielsweise in einem Zyklon vom Arbeitsgas abgetrennt. Aufgrund der einheitlichen Größe, der gut einstellbaren Porosität, der hohen spezifischen Oberfläche und der Sorption von Wasser in der feuchtigkeitsgesättigten Atmosphäre der Atemwege kann ein besser definiertes Depositionsmuster als bei konventionellen Pulverinhalaten erwartet werden.

Anmerkungen

Projekt im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms 1423: Prozess-Spray. Herstellen funktionaler Feststoffpartikeln im Sprühverfahren Von den Anforderungen an das Pulver und an seine Eigenschaften zum geeigneten Prozess.

Schlagworte

Gefriertrocknung, Simulation, Spray, Tropfen
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