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Transnationale Migration am Beispiel polnischer Pendelmigration nach Deutschland.
Projektbearbeiter:
Dipl.-Geogr. Birgit Glorius
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Die Migrationsbewegung von Polen nach Deutschland veränderte sich seit 1990 von einer vorwiegend permanenten und politisch motivierten zu einer zunehmend zirkulären und ökonomisch motivierten Form. Die Migranten aus Polen bewegen sich dabei in Deutschland in einem Spannungsfeld, in dem die politische Willensbekundung zur Unterstützung Mittelosteuropas den Schließungs- und Segmentierungserscheinungen innerdeutscher Arbeitsmärkte gegenübersteht. Durch die EU-Kandidatur der mittelosteuropäischen Staaten erhält das Phänomen der Pendelmigration eine Bedeutung, die über den nationalen Kontext weit hinausreicht. Ziel dieses Projektes ist es, den Prozess der Pendelmigration von Polen nach Deutschland nachzuzeichnen und die Strategien der Akteure sowie ihre zwischen Herkunfts- und Zielland verorteten alltagsweltlichen Organisationsmuster aufzuspüren. Dabei soll überprüft werden, ob die Theorieansätze zur Transnationalen Migration, die bisher hauptsächlich anhand empirischer Studien im nordamerikanischen Raum entwickelt und getestet wurden, auf den europäischen Raum und das konkrete Beispiel der polnischen Pendelmigration übertragbar ist.Die empirischen Arbeiten umfassen zum einen die quantitative Erhebung von Migrationsverläufen unter polnischen Saisonarbeitern, zum anderen qualitative und quantitative Untersuchungen unter polnischen Migranten in Leipzig (biographische Interviews und standardisierte Befragung). In letzterem Feld werden allem Aspekte der Transnationalisierung sowie der Entstehung und Funktion transnationaler sozialer Räume betrachtet.

Schlagworte

Deutschland, EU-Erweiterung, Polen, Transnationale Migration, Transnationale Soziale Räume, polnische Pendelmigration
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