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Transferkonzept zur Übertragung von Bauteilen aus nativen Materialien über Designkonzepte in die Industrie-TransDesign

Projektbearbeiter:
T. Stordeur, F. Nagel, R. Starke, P. Stache
Finanzierung:
Bund;
Extrusoregal des Mehrwerk Designlabors, Material: Holz-Polymer-Werkstoff
Extrusoregal des Mehrwerk Designlabors, Material: Holz-Polymer-Werkstoff
Im Rahmen der Forschungsarbeit am Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik Halle wurden neuartige native Werkstoffe und Verarbeitungstechnologien zur Herstellung von Bauteilen oder Strukturkomponenten aus diesen Materialien untersucht. Der Materialgruppe der Holzfaser verstärkten Polymere WPC (= Wood Plastic Composites) kommt dabei eine besondere Rolle zu. Ein wesentlicher Vorteil der WPC ist ihre einfache Formgebung und ihre Leichtbaupotenzial. Sie können kunststofftechnisch mit Profilextrusion und Spritzguss verarbeitet werden und weisen gegenüber Massivholz viele Vorteile auf. Das Eigenschaftsspektrum der WPC lässt sich als ein Hybrid aus natürlichen und synthetischen Werkstoffen betrachten. Damit verbundene Berührungsängste der Kunststoffverarbeitenden Industrie können durch ein neues horizontales Transferkonzept der Forschungsergebnisse abgebaut werden. In einem Pilotprojekt zur Überprüfung der aufzubauenden Verwertungsstruktur, sollen speziell die industriellen Einsatzmöglichkeiten der WPC anhand von Demonstratoren an kmU vermittelt werden. Es werden Designstrategien entwickelt, welche das Eigenschaftsprofil der Materialien anhand konkreter Produktentwürfe demonstrieren.  Durch die Einbindung in den Kontext Design gelangen die Imageprodukte als Demonstratoren für neue Technologie- und Materialinnovation in förderliche Wahrnehmungszusammenhänge. Ergänzende Maßnahmen, wie z.B. auf die komplexen Qualitäten der neu entwickelten Materialien zugeschnittene Marketingkonzepte, bieten der WPC verarbeitenden Industrie offensiv nutzbare Argumentationsmittel vor den Vertriebspartnern für ihre Produkte. Eine Anschubfinanzierung aus öffentlichen Fördermitteln dient dem professionellen Aufbau der nachhaltigen Verwertungsstruktur. Diese bedarf zu Beginn finanzieller Unabhängigkeit, bis sie positiv wahrnehmbare, repräsentative Ergebnisse hervorbringt. Das bestehende Vertrauensverhältnis zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wird als Grundlage für den beiderseitigen Wissenstransfer ausgebaut, kulturelle Barrieren können ohne Druck aufweichen.

Schlagworte

Demonstratoren, Design, Holz, Material, Polymer, WPC, Werkstoff, Werkstoffmechanik

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