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Studien zur Reliabilität und Validität von Maßen persönlichkeitskongruenter Informationsverarbeitung

Projektbearbeiter:
Marko Paelecke
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Kognitive Prozesse werden in der Psychologie häufig aus Differenzen zwischen Reaktionszeiten erschlossen, und häufig werden dabei Unterschiede zwischen Indi­viduen (vor allem in der Differentiellen Psychologie) oder Gruppen (vor allem in der Klinischen Psychologie) in Reaktionszeitdifferenzen analysiert. Zum Beispiel wurde in zahlreichen Studien mittels Emotionalen Stroop-Tests untersucht, ob hochängst­liche Personen eine stärkere Verzögerung bei der Benennung der Farbe bedrohli­cher relativ zur Farbe neutraler Worte zeigen als niedrig ängstliche Personen. Indivi­duelle Unterschiede in Reaktionszeitdifferenzen sind jedoch chronisch unreliabel, und die beantragten Untersuchungen zielen darauf, die Reliabilität und Validität der­artiger Maße zu steigern. Zwei Methoden sollen dabei im Zentrum stehen: (a) Be­rechnung getrimmter Personenmittelwerte, um die typischen Reaktionszeiten indivi­dueller Probanden zu akzentuieren; und (b) Vereinfachung der Reaktionsauswahl mit dem Ziel der Akzentuierung von Prozessen der Stimulusidentifikation. Die Wirksam­keit beider Ansätze soll für vier häufig verwendete Reaktionszeitaufgaben untersucht werden: Emotionale Stroop-Tests, Visuelle Dot-Probe Tests, Lexikalische Entschei­dungsaufgaben und Priming-Aufgaben. Weiterhin sollen Persönlichkeitsmerkmale mittels Fragebogen erfasst werden, um neben Effekten auf die Reliabilität auch sol­che auf die Validität zu untersuchen.

Schlagworte

Messung, Persönlichkeit, Reaktionszeiten

Publikationen

2010
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