Forschungsportal Sachsen-Anhalt
« Projekte

Die Spiegeltherapie zur Steigerung motorischer Funktionen nach Schlaganfall

Projektbearbeiter:
Holm Thieme
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Zusammenfassung Die Ziele der vorliegenden Arbeit waren (1) die Zusammenfassung der gegenwärtigen Evidence zur Effektivität der Spiegeltherapie in der Steigerung motorischer Funktionen nach Schlaganfall sowie (2) die Untersuchung der Effektivität einer als Gruppentherapie organisierten Spiegeltherapie hinsichtlich motorischer Funktionsverbesserung bei Patienten mit einer schweren Armparese nach Schlaganfall. Zur Bearbeitung der Zielstellungen wurden eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse im Rahmen der Cochrane Collaboration und eine randomisierte kontrollierte Studie bei Patienten mit schwerer Armparese im subakuten Stadium nach Schlaganfall durchgeführt. Auf Grundlage der Cochrane Review fanden sich signifikante Effekte der Spiergeltherapie auf die motorische Funktion. Mit limitierter Evidence fanden sich außerdem signifikante Effekte auf die motorische Funktion nach 6 Monaten und Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL). In der Therapiestudie zeigte sich die Durchführbarkeit einer Gruppenintervention bei Patienten mit schwerer Armparese. Die Effekte der Spiegeltherapie auf Motorik, Sensorik, ADL und Lebensqualität waren gleichwertig zur Kontrollintervention. Hinsichtlich der Verringerung eines Neglekts erwies sich die Spiegeltherapie als effektiver. Aufgrund der Ergebnisse kann die Spiegeltherapie zur Verbesserung der motorischen Funktion, insbesondere der oberen Extremität, als Zusatzintervention in der Schlaganfallrehabilitation empfohlen werden. Welche Faktoren Einfluss auf die Effektivität haben könnten, kann abschließend nicht vollständig bewertet werden.

Schlagworte

Neglekt, Partizipation, Schlaganfall, Spiegeltherapie, motorische Funktion

Kontakt

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...