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Soziale Diskriminierung unter Einfluss von Autoritäten
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Zentrales Thema des Forschungsprojektes ist, inwieweit Personen von Autoritäten zur Diskriminierung von Mitgliedern bestimmter Personengruppen beeinflußt werden können und welche Persönlichkeitseigenschaften und Merkmale der sozialen Situation dabei eine Rolle spielen. Die experimentellen Studien orientieren sich in ihrer Zielsetzung und ihrem methodischen Vorgehen an aktuellen nordamerikanischen Forschungsarbeiten und verwenden das in diesen Studien entwickelte "Postkorbparadigma", welches vorsieht, dass die Probanden in einer Personalauswahlsituation sich zwischen Bewerbern unterschiedlicher Personengruppen entscheiden müssen und dabei entweder von einem Vorgesetzten zur Diskriminierung aufgefordert werden oder dies unterbleibt. In den Experimenten des Forschungsprogrammes werden zum erstenmal systematisch und mit einem Forschungsparadigma Faktoren untersucht, die sich in bislang sehr heterogenen Arbeiten für die untersuchte Situation als bedeutsam erwiesen haben: persönliche Werte und Einstellungen der aufgeforderten Person, von der Autoritätsperson in Aussicht gestellte Belohnungen oder Bestrafungen und die Wahrnehmung der Situation durch die aufgeforderte Person. Die Ergebnisse des Forschungsprogrammes sind nicht nur für die Sozialpsychologie von Bedeutung, sondern sind auch von gesellschaftspolitischer Relevanz, indem sie erstmals Erkenntnisse für den deutschsprachigen Raum darüber liefern, in welchem Ausmaß und unter welchen Umständen Mitglieder bestimmter Personengruppen in Personalauswahlsverfahren diskriminiert werden.

Schlagworte

Autoritätseinfluss, Personalauswahlverfahren, soziale Diskriminierung
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