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REStabil - Sicherheit und Stabilität des Betriebes von Energieverteilungsnetzen durch den Einsatz aggregierter dezentraler Netzkomponenten
Projektbearbeiter:
P. Komarnicki
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Mit der zunehmenden Energieversorgung durch dezentrale und volatile Energieerzeugung müssen auf der Ebene der Verteilnetze zunehmend Beiträge geleistet werden, um die Sicherheit und Stabilität des elektrischen Netzes zu gewährleisten bzw. verstärkt regional zu unterstützen. Hierbei gilt es sowohl, die Stabilität während des Normalbetriebes des Netzes als auch den Betrieb in gestörten bzw. kritischen Situationen zu berücksichtigen. Insbesondere in Regionen, welche durch einen großen Anteil von erneuerbaren Energien geprägt sind, wie es in Sachsen-Anhalt der Fall ist, nimmt die Bedeutung dieser Problematik zu.
Das Ziel des Vorhabens REStabil Sachsen-Anhalt ist die Gewährleistung des stabilen Netzbetriebs regionaler und kommunaler Energieversorgungsstrukturen am Beispiel Sachsen-Anhalt unter intelligenter Ausnutzung steigender fluktuierender Einspeisung durch erneuerbare Energien sowie flexibler industrieller Lasten und stationärer Großstromspeicher.
Diese Zielstellung umfasst insbesondere die Steigerung der Netzeffizienz durch optimierte Integrationsstrategien mit einem systemischen Ansatz, sowie die verstärkte Bereitstellung von lokalen und globalen Systemdienstleistungen auf den und durch die regionalen und kommunalen Netzebenen mittels Kopplung dezentraler Anlagen zur Netzsicherung in kritischen Situation und Betriebsoptimierung im Normalbetrieb unter Anwendung einer kooperativen Steuerungsstrategie zwischen allen beteiligten Akteuren.
Hierfür sollen elektrische Anlagen auf regionaler und kommunaler Netzebene unter Anwendung moderner Smart-Grid-tauglicher Kommunikationsmechanismen, wie beispielsweise IEC 61850 mit einander gekoppelt werden und zur Netzsicherung in kritischen Situationen beitragen. Anhand zuvor konzipierter Algorithmen und der praktischen Realisierung des Systems sollen im Rahmen des Feldtests Erfahrungen mit der Umsetzung theoretischer Steuerungsstrategien gesammelt und eine Optimierung der Betriebsführung des Energiesystems hinsichtlich der Netzsicherheit abgeleitet werden. Die Wiederverwendbarkeit der entwickelten und getesteten Software-Module zur Betriebssteuerung für andere Regionen steht hierbei im Vordergrund und wird durch die modulare Realisierung für den ergänzenden Einsatz in Verteilnetz bzw. lokalen EVU-Leitwarten gewährleistet. Des Weiteren wird es auch möglich sein, durch die standardkonforme Entwicklung von Modellen, Schnittstellen und Softwareapplikationen, die erarbeiteten Ergebnisse in andere Regionen zu übertragen und einzusetzen, um die Skalierbarkeit sowie Verwertbarkeit zu erreichen.
Durch eine praktische Erprobung des Zusammenspiels zwischen flexiblen industriellen Lasten, regenerativen Erzeugern und elektrischen Speichern sollen die entwickelten Verfahren, in enger Kooperation mit den beteiligten Netz- und Anlagenbetreibern, der korrekte Betrieb von netzstabilisierenden Systemen auf regionaler Ebene verifiziert werden.

Schlagworte

Erneuerbare Energien, IKT, Steuerung, Systemsicherheit, elektrische Versorgungsnetze

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