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Rechtsdogmatische Erfassung von Netzwerkstrukturen

Projektbearbeiter:
LL.M. Dr. Karsten Nowrot
Finanzierung:
Haushalt;
Von ihren Organisationsstrukturen wie dem Selbstverständnis der in ihnen mitwirkenden staatlichen sowie über-, unter- und nichtstaatlichen Akteuren her werden Netzwerke vielfach als nicht fest gefügte, informelle und sich häufig spontan bildende und zusammensetzende Dialog-, Lern- und Steuerungsforen dargestellt. Diese Eigenschaften unterscheiden Netzwerke so die weit verbreitete Auffassung von, einerseits, den traditionellen Regelungsstrukturen auf innerstaatlicher Ebene sowie, andererseits, den einen deutlich höheren institutionellen Organisationsgrad aufweisenden und grundsätzlich nur einzelnen Akteurskategorien offen stehenden klassischen inter- und supranationalen Organisationen. Zwar trifft diese Charakterisierung auch weiterhin auf viele Netzwerke zu. Gleichwohl ist zu konstatieren, dass eine wachsende Anzahl von ihnen gerade in jüngerer Zeit nicht nur institutionell verfestigt ist und zunehmend effektivere Steuerungsmechanismen entwickelt hat, sondern auch Organisationsstrukturen herausbildet, welche mit ursprünglich staatsrechtlich geprägten Rechtsinstituten in terminologisch und inhaltlicher Hinsicht dogmatisch adäquat erfasst werden können.

Schlagworte

Global Governance, Netzwerke, Rechtswissenschaft

Publikationen

2010
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