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Prognosen zur Ausbreitung von Neophyten auf Grundlage geostatistischer Analysen der Gesamtareale unter Berücksichtigung populationsbiologischer Merkmale
Projektbearbeiter:
Dr. Erik Welk, Gunnar Seidler
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Ziel des Gesamtvorhabens ist es, die geostatistisch-biogeographischen Analysen von Gesamtarealen sich möglicherweise ausbreitender Pflanzenarten zu vertiefen und im Sinne der Konzeption des Erstantrages entsprechend den neuesten internationalen Entwicklungen zu erweitern. Durch vorrangig bioklimatische Vergleiche der Heimatareale mit den neu besiedelten Arealflächen soll ermittelt werden, welche Genauigkeit bzw. Verlässlichkeit klimatisch basierte Prognosemethoden überhaupt erwarten lassen können. Obwohl klimatische Prognoseansätze seit Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts bearbeitet werden, wurden solche großräumigen Vergleiche bisher noch nicht durchgeführt. Durch die Anwendung geostatistischer Methoden werden erstmals hochwertige quantitative Aussagen zur bioklimatischen Übereinstimmung neu eroberter Gebiete mit den Heimatarealen möglich. So kann der Hypothese nachgegangen werden, dass Vollständigkeit und Qualität der Verbreitungsdaten die Prognosesicherheit am stärksten beeinflussen. Der damit voraussagbare potentielle Erfolg neophytischer Arten ist aber auch eine Funktion der Zeit und des artspezifischen Ausbreitungs- und Etablierungsvermögens. Die Bedeutung dieser Einflussgrößen wird durch fein aufgelöste Zeitreihen zur Ausbreitungsgeschichte und durch den Aufbau einer Datenbank populations- und ausbreitungsbiologisch relevanter Artmerkmale berücksichtigt. Diese soll mit Decision-Tree Modellen ausgewertet und als Grundlage für Erfolgsprognosen neophytischer Arten verwendet werden.Die beantragten Arbeiten und Sachmittel in der Projektfortsetzung sind notwendig, um auf rapide Weiterentwicklungen der Datengrundlagen (Internetressourcen, neue globale Umweltdatensätze) und des Methodenspektrums zu reagieren. Im Ergebnis soll auch ermöglicht werden, mit Hilfe verschiedener moderner geostatistischer Methoden (Kriging-Verfahren, Genetische Algorithmen, eigene Methoden) für eine große Zahl in Deutschland bisher nur lokal etablierter und anderer in der Nordhemisphäre invasiv auftretender neophytischer Arten möglichst sichere Erfolgsprognosen zu stellen.

Schlagworte

Modellierung von Klimaräumen, Neophyten, invasive Pflanze
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