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CO2-negative Energieerzeugung und Schließung regionaler Stoffkreisläufe im ländlichen Raum des Wendlandes
Projektbearbeiter:
Daniel Fischer, Hardy Schulz, Katja Wiedner
Finanzierung:
Bund;
Teilprojekt: Auswirkungen von Pflanzenkohle-Gärrest-Substraten auf Bodenfruchtbarkeit, C-Sequestrierung, Nährstoffauswaschung und Treibhausgas-Emissionen Ziel des Vorhabens ist es, bisher wenig effizient genutzte Reststoffe (Biogasgärreste, Grünschnitt, etc.) stofflich zu veredeln und energetisch zu nutzen. Zur thermischen Verwertung wird ein im Rahmen eines BMBF-Forschungsprojektes (FKZ 01LY0809F) entwickeltes Verfahren (PYREG-Verfahren) eingesetzt. Die bei der Verbrennung entstehende thermische Energie wird zunächst zur Stromerzeugung genutzt, wodurch der Eigenbedarf der Anlage gedeckt werden soll. Dazu wird eine Mikro-Gasturbine eingesetzt, die sich durch eine neuartige Betriebsweise im Unterdruck auszeichnet, wodurch im Vergleich zum aktuellen Stand der Technik deutlich kostengünstigere Komponenten aus erienproduktionen zum Einsatz kommen können. Zurück bleibt ein mineral- und kohlenstoffhaltiger, trockener Reststoff (Pfanzenkohle), der lagerfähig und leicht zu transportieren ist. Die Pflanzenkohle wird mit den in den Gärresten enthaltenen Nährstoffen (v.a. Ammonium, Nitrat und Phosphat) zu einem langfristig wirkenden nährstoffspeichernden Bodenverbesserer nach dem Prinzip der Terra Preta veredelt. Sequestrierung von in Pflanzenkohle gebundenem CO2 in landwirtschaftlich genutzte Böden ist zum derzeitigen Stand der Technik der einzige Weg, CO2 langfristig und in signifikanter Menge aus der Atmosphäre zu entziehen. In Gefäß- und Feldversuchen im Wendland werden Materialeigenschaften und agronomische Wirkung des Pflanzenkohle-Substrates untersucht und iterativ optimiert.

Schlagworte

CO2-negative Energieerzeugung, Nährstoffauswaschung, Schließung regionaler Stoffkreisläufe, Treibhausgas-Emissionen, Wendland
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