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Lost in Translation in der qualitativen Forschung
Finanzierung:
Haushalt;
Die Scientific Community rund um das Thema Führung begrüßt die Diversität von Führungskontexten, -konzepten und -methoden. Dennoch wird diese nach wie vor von anglozentrischen Interpretationen und quantitativen Studien beherrscht. Aktuelle Überblicksbeiträge über die Publikationen vergangen 25 Jahre zeigen nur einen geringen Prozentsatz qualitativer Artikel, welche andere als englisch-sprachige Kontexte berücksichtigen, allerdings mit steigender Tendenz. Sprache spielt eine zentrale Rolle in der Konstruktion von Wissen über ein bestimmtes Thema und ist daher in einen spezifischen Kontext einzuordnen. Die Teilnahme an der internationalen Diskussion zum Thema Führung erfordert jedoch, dass die Forschenden ihre Ergebnisse ins Englische übersetzen. Diese Übersetzung von Textdaten und Ergebnissen, die mit Hilfe qualitativer Analysemethoden gewonnen wurden, birgt eine spezifische Gefahr, die wir translation loss (Informationsverlust durch Übersetzung) nennen. Wir versuchen solche Übersetzungsverluste in einer qualitativen Studie, die wir zum Thema Führungskonzepte durchgeführt haben, sichtbar zu machen. Dafür bedienen wir uns linguistischer Gestalten und zeigen Informationsverluste, die durch Übersetzung entstehen sowohl auf der Ebene der individuellen Bedeutung, als auch auf der Ebene der Übersetzung in andere Sprachen (in unserem Fall von Deutsch auf Englisch) auf. Mit Hilfe dieser Studie möchten wir die Probleme thematisieren, die sich aus Sprachunterschieden ergeben und wollen die Diskussion sowohl über die Diversität und Kontextabhängigkeit in der akademischen Führungsforschung, neu entfachen.

Schlagworte

Gabek, qualitative Methoden, Übersetzung
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