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Kristallingestein in der Forschungsbohrung Messel: Implikation zur Genese einer Diatrembrekzie
Finanzierung:
Haushalt;
Kristallingestein in der Forschungsbohrung Messel: Implikation zur Genese einer Diatrembrekzie
Dünnschliffphoto eines Diorits unter gekreuzten Polarisatoren (Teufe 171 m)
Die Grube Messel ist als Fossillagerstätte von Weltrang (UNESCO Weltkulturerbe) bekannt. Sie befindet sich im Sprendlinger Horst, einer nördlichen Verlängerung des Odenwalds, der aus variskischem Grundgebirge und permokarbonischen Sedimenten besteht. Infolge phreatomagmatischer Aktivitäten im mittleren Eozön bildete sich ein Maarsee.Die im Jahre 2001 auf bis 433 m abgeteufte Forschungsbohrung lieferte Bohrkerne der Diatrembrekzie. Ein signifikanter Anteil des Brekzienmaterials besteht aus kristallinem Gestein: Diorit, Tonalit, und in geringeren Mengen Granodiorit und Granit. Eine detaillierte Beschreibung dieser Magmatite fand bisher noch nicht statt. Ziel dieser Studie ist es zum einen, das Kristallin in der Diatrembrekzie mittels petrographischer Methoden detailliert zu bestimmen. Des soll durch Vergleiche mit Kristallin aus dem Anstehenden der Umgebung, sowie aus Bohrkernen des Grundgebirges, die paläogeographische Herkunft der kristallinen Anteile der Brekzie bestimmt werden. Die Verteilung und Form der kristallinen Fragmente soll Aufschluß über die Genese der Diatrembrekzie, und so auch der vulkanischen Eruption, geben.

Schlagworte

Diatrembrekzie, Diorit, Forschungsbohrung Messel, Granodiorit, Kristallingestein, Maar, Petrographie, Sprendlinger Horst, Weltkulturgerbe Grube Messel
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