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Kreislauffähigkeit von Werkstoffen. Analyse und Bewertung des Konzeptes zur Entscheidungsunterstützung bei der Werkstoffentwicklung
Projektbearbeiter:
B. Langer
Finanzierung:
Bund;
Seit etwa 100 Jahren werden die fossilen Ressourcen Kohle, Rohöl und Erdgas zur Energiegewinnung und zur Herstellung von Kunststoffen und Fasern genutzt. Durch Klimaänderungen, den Anstieg des Müllvolumens aber auch aufgrund von Preissteigerungen erdölbasierter Rohstoffe sowie durch Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sind ganzheitliche Betrachtungen wirtschaftlicher Kreisläufe zunehmend von Interesse. Weiterhin haben die in den vergangenen Jahren eingetretenen gesetzlichen Veränderungen (Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, Altautoverordnung der EU usw.) dazu geführt, dass beim Einsatz von Polymerwerkstoffen auch der Aspekt ihrer Kreislauffähigkeit in zunehmendem Maße berücksichtigt wird. Dem Rechnung tragend soll u. a. durch die Optimierung von Werkstofftechnologien, der Werkstoffauswahl und/oder des Werkstoffeinsatzes ein Beitrag zur ingenieurtechnischen sowie ökologisch/ökonomischen Verbesserung von Werkstoffkreisläufen geleistet werden. Für eine kreislaufgerechte Werkstoffauswahl ist die Kenntnis sowohl der Eigenschaften aus werkstoffwissenschaftlicher Sicht als auch die ökologischen und ökonomischen Wirkungen der einzelnen Werkstoffe erforderlich. Vor dem Hintergrund von Ressourcenschonung und Umweltschutz wird nach Möglichkeiten einer verlängerten Nutzung bzw. weiteren Verwertbarkeit der Produkte gesucht. Es geht dabei nicht primär um ein Recycling ausgedienter Werkstoffe, sondern um den Einsatz von Materialien, die insgesamt ökologischer und ökonomischer hergestellt sowie nach Gebrauch effektiver entsorgt bzw. rezykliert werden können. Kunststoffe haben durch wichtige Neuentwicklungen entscheidende Wachstumsimpulse erhalten und stehen als intelligente Werkstoffe erst am Anfang ihrer Entwicklung. Zum Beispiel auf dem Automobilsektor ist eine wachsende Nachfrage in der Kunststoffbranche zu erwarten. Das interdisziplinäre Zentrum "Kreislauffähigkeit von Werkstoffen", befasst sich gezielt mit der Optimierung von Werkstoffkreisläufen. Insb esondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) soll durch Beratungen, mit Demonstrationsbeispielen oder mittels Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen geholfen werden, Fragestellungen der Kreislaufwirtschaft im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung (sustainable development)zu beantworten. Konkret werden Projekte zu folgenden Schwerpunkten bearbeitet: Werkstoffoptimierung durch Einsatz kreislauffähigerer Ausgangswerkstoffe, recyclinggerechte Bauteilgestaltung, Erschließung neuer anspruchsvoller Einsatzgebiete für Recyclate, Entwicklung von Modellen zur Bewertung der Kreislauffähigkeit unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Aspekte, Erarbeitung von Schulungsmodulen und Demonstrationsbeispielen.

Schlagworte

Kreislauffähigkeit, Werkstoffauswahl, Werkstoffeinsatz
Kontakt
apl. Prof.  Dr.  habil. Wolfgang Grellmann

apl. Prof. Dr. habil. Wolfgang Grellmann

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Zentrum für Ingenieurwissenschaften (bis 09/2016)

Eberhard-Leibnitz-Straße 2

06217

Merseburg

Tel.+49 3461 462777

Fax:+49 3461 462592

wolfgang.grellmann(at)iw.uni-halle.de

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