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Kirchentourismus an der "Straße der Romanik"
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Die "Straße der Romanik" gilt als bekannteste kulturtouristische Themenstraße in Sachsen-Anhalt. Sie wird jährlich von mehr als 1,6 Millionen Menschen besucht. In der Mehrzahl sind es Kirchen (Dome, Dorfkirchen und Klöster), die als architektonische Besonderheiten
romanischen Ursprungs und/oder romanischen Baustils das Reiseziel bestimmen.
Bislang unerforscht ist, aus welchen Gründen Touristen und Stadtbewohner die Kirchen besuchen, was sie dort erleben und wie sie sich in ihnen verhalten. Aus religionspädagogischer Sicht muss gefragt werden, in welchen Verhältnissen zu Kirche und Religion die Kirchenbesucher stehen, welchen Sinn sie ihrem Handeln in der Kirche zuschreiben und ob der Kirchenbesuch religions-pädagogisch relevante Konsequenzen trägt.
Da die parochiale Struktur der Evangelischen Kirche und ihr gegenwärtiges geistliches Angebot offenbar nicht mehr ausreichen, um den überwiegenden Teil der Menschen unserer pluralistischen, mobilen und schnelllebigen Gesellschaft zu erreichen, ist nach neuen
handlungsorientierenden Impulsen für die kirchliche Arbeit zu fragen. Der Kirchentourismus kann sich dabei als wesentlicher Faktor erweisen. Gefordert ist ein interdisziplinärer Forschungsansatz, der zwischen Theologie und Tourismus, Psychologie und Soziologie, Geographie und Philosophie sowie anderen Wissenschaften vermittelt und das Phänomen des Kirchentourismus näher analysiert.
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