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Integrierte räumliche Datenanalyse mit Laserscanner- und multispektralen Fernerkundungsdaten für das Hochwasserrisikomanagement [IRADA]

Projektbearbeiter:
Dipl.-Geogr. Burkhard Sonnabend
Finanzierung:
Bund;
Kern des Projektes ist die geomorphologische Analyse der Muldeaue mittels hochauflösender Laserscannerdaten. Diese bildet die Basis für eine Abfluss- und Strömungsmodellierung des Forschungsverbundes zur Entwicklung eines Schadstoffausbreitungsmodells für Extremhochwasserereignisse an der vereinigten Mulde. Zu diesem Zweck erfolgt die Erstellung eines hochgenauen digitalen Geländemodells aus den Daten einer Laserscannerbefliegung. Die Innovation gegenüber anderen Verfahren der Laserscanner-DGM-Generierung liegt in der Entwicklung einer operationellen Prozessierungskette, die auch die speziellen Bedingungen von bebauten und industriell genutzten Auengebieten mit geringer Reliefenergie berücksichtigt. Für diesen Zweck soll eine Korrektur der Laserfehlmessungen durch Vegetation und Bebauung durch spezielle Algorithmen erfolgen, die ggf. den einzelnen Flächennutzungsarten angepasst wird. Zusätzlich werden spezifische urbane Flächennutzungstypen unter Berücksichtigung der jeweiligen Oberflächenversiegelung klassifiziert und auf ihre strömungsbeeinflussenden Eigenschaften untersucht. Hierzu sollen die Rauheiten einzelner Flächennutzungstypen aus den vorhandenen Primärdaten der flugzeuggestützten Lasermessungen verwendet werden. Die zu erwartenden Ergebnisse können die Simulation des Überflutungsereignisses mit den einhergehenden Sediment- und Schadstoffablagerungen präzisieren und somit das Prognoseergebnis deutlich verbessern. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur Umsetzung des 5-Punkte-Programms der Bundesregierung zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes.

Schlagworte

Digitales Geländemodell, Flächennutzung, Hochwasser, Laserscannerdaten, Rauheit, Überflutung

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