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Identifizierung und Charakterisierung sekretierter Effektorproteine von Colletotrichum graminicola
Projektbearbeiter:
Fabian Weihmann
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Pilzliche Pflanzenpathogene mit biotrophen Wachstumphasen, wie der hier bearbeitete hemibiotrophe Colletotrichum graminicola, sind darauf angewiesen, Abwehrreaktionen des Wirtes zu vermeiden. Warum die Abwehr des eindringenden Pathogens trotz vorhandener "innate immunity" des Wirtes ausbleibt, ist bisher unverstanden. Wir gehen der Hypothese nach, dass sekretierte Proteine des Pilzes an der Suppression der pflanzlichen Abwehr beteiligt sind. Unklar ist zurzeit jedoch, welche Gene des Pilzes in solche Prozesse eingreifen, ob bzw. wie deren Regulation in einem Netzwerk abgestimmt ist und wie die molekulare Kommunikation mit den Abwehrmechanismen der Wirtspflanze erfolgt.

 Folgende Fragestellungen werden in diesem Projekt bearbeitet: 
Welche Gene, die für sekretierte Proteine codieren, werden während der Pathogenese exprimiert? 
Welche dieser Genprodukte sind essentiell für die Etablierung der Biotrophie bzw. den Wechsel in die nekrotrophe Phase?
Wo sind diese Genprodukte lokalisiert?
Welche dieser Genprodukte sind an der Definition des Wirtsspektrums beteiligt?
Welche dieser Genprodukte greifen in welcher Weise in die Regulation der pflanzlichen Abwehr ein?

 Mit Hilfe eines YSST-Screens wurden mehr als 100 Gene des Pathogens identifiziert, die für sekretierte Proteine kodieren. Eine Auswahl von diesen wird auf eine Bedeutung als Effektor oder MAMP untersucht. Die entsprechenden Gene werden deletiert, homolog und heterolog überexprimiert, um auf eine mögliche Rolle in der Pathogenese auf Mais zu testen. GFP-Fusionen der pilzlichen Proteine werden verwendet, um ihre Lokalisation in planta zu untersuchen.

Schlagworte

Effector, Pilz-Pflanze-Interaktion, Secretom
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