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Grundlagen zur bauaufsichtlichen Anerkennung der Strohballenbauweise- Weiterentwicklung der lasttragenden Konstruktionsart und Optimierung der bauphysikalischen Performance
Finanzierung:
Deutsche Bundesstiftung Umwelt ;
Forschergruppen:
Mit Strohballen lassen sich auf einfache Weise umweltfreundliche, hochwärme- und schallgedämmte, kostengünstige Wohngebäude erstellen. Dabei kann der Baustoff als maschinell gepresster Ballen prinzipiell direkt vom Acker nebenan verwendet werden. In Deutschland ist die Strohballenbauweise bislang allerdings wenig bekannt, es existieren etwa ein Dutzend Wohnhäuser, die in unterschiedlichen Konstruktionsweisen und Dimensionen errichtet wurden. In fast allen errichteten Gebäuden übernehmen Strohballen keine Aufgaben der Standsicherheit. Bei dem lasttragenden Einsatz von Strohballen soll in Gebäuden im Wesentlichen auf weitere lasttragende Konstruktionselemente verzichtet werden, die Strohballen "dämmen" und "tragen" alleine. Daher sollen solche Gebäude relativ einfach und kostengünstig erstellt werden können. Für diese Bauweise bestehen aber keine anerkannte Regeln der Technik, Strohballen sind auch kein geregeltes Bauprodukt.

Das Ziel des Projektes ist die Schaffung von möglichst weitgehenden Grundlagen für die bauaufsichtliche Anerkennung und Etablierung der Bauweise. Im Rahmen des Projektteils "Lasttragende Bauweise" werden elastomechanische und rheologische Untersuchung an Einzelballen sowie Strohballenwänden durchgeführt. In Zusammenarbeit mit weiteren Projektbeteiligten soll auf der Grundlage der Untersuchungen ein "genehmingungsfähiges" Gebäude entworfen und optimiert werden.

Schlagworte

Strohballenbauweise, Strohballenhäuser, nachwachsende Rohstoffe, ökologisches Bauen
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